15. August 2019 / 12:36 Uhr

Kommentar zum designierten DFB-Präsidenten: Fritz Keller ist eine sympathische Lösung

Kommentar zum designierten DFB-Präsidenten: Fritz Keller ist eine sympathische Lösung

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fritz Keller ist eine sympathische Lösung für den Posten des DFB-Präsidenten, meint <b>SPORT</b>BUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp
Fritz Keller ist eine sympathische Lösung für den Posten des DFB-Präsidenten, meint SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp © imago images/Beautiful Sports
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SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp erklärt, warum er Fritz Keller für einen geeigneten Kandidaten für den Posten des DFB-Präsidenten hält.

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Fritz wer? So dürfte es im ersten Moment wahrscheinlich vielen gegangen sein, als sich die Meldung zum designierten neuen DFB-Präsidenten langsam verbreitete. Fritz Keller also, 62 Jahre alt, langjähriger Präsident des SC Freiburg, Winzer, soll auf dem DFB-Bundestag am 27. September in Frankfurt als Nachfolger des im April zurückgetretenen Reinhard Grindel kandidieren. Seine Wahl gilt als reine Formsache.

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Diese Lösung ist vor allem eines: überraschend. Aber sie ist auch durchaus sympathisch. Der DFB gab zuletzt alles andere als ein gutes Bild ab. Ein Skandal jagte den nächsten, die Sommermärchen-Affäre ist noch immer nicht ausgestanden, dazu kam das sportliche Katstrophenjahr 2018 mit dem historischen Vorrunden-Aus bei der WM und dem Abstieg aus der Nations League. Gefolgt vom Rücktritt Reinhard Grindels, der unter anderem über die geschenkte Uhr eines ukrainischen Oligarchen stolperte.

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Auch mit der Nachfolge-Suche tat sich der Verband lange Zeit schwer und holte sich dem Vernehmen nach die ein oder andere blutige Nase ab. Umso schöner ist es nun, dass der neue Präsident seine Aufgabe unbelastet angehen kann. Weder kommt Keller aus dem verkrusteten DFB-Umfeld, noch ist er ein Politiker – und als Großmaul oder eitler Selbstdarsteller ist er ebenfalls nicht bekannt.

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So kommentiert die internationale Presse den Rücktritt von DFB-Präsident Reinhard Grindel. Zur Galerie
So kommentiert die internationale Presse den Rücktritt von DFB-Präsident Reinhard Grindel. ©

Stattdessen steht er für einen sympathischen Bundesligisten, der es seit Jahrzehnten schafft, mit ehrlicher Arbeit und guten Ideen im Konzert der ganz Großen mitzuspielen ohne dabei die Bodenständigkeit verloren zu haben. Sollte es Keller gelingen, zumindest etwas von dieser Attitüde mit in seine neue Aufgabe zu nehmen, wäre dem Verband schon sehr geholfen. Eine faire Chance hat er allemal verdient.