18. Juni 2020 / 14:40 Uhr

Kommentar zu den Diskussionen um den UEFA-Terminplan: Jammerei ist fehl am Platz

Kommentar zu den Diskussionen um den UEFA-Terminplan: Jammerei ist fehl am Platz

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zu viele Spiele, zu wenig Zeit: Karl-Heinz Rummenigge kritisiert den UEFA-Kalender. Sportchef Heiko Ostendorp meint: Schluss mit der Jammerei.
Zu viele Spiele, zu wenig Zeit: Karl-Heinz Rummenigge kritisiert den UEFA-Kalender. Sportchef Heiko Ostendorp meint: Schluss mit der Jammerei. © Getty Images, Montage
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Durch die lange Corona-Pause musste die UEFA den Kalender drastisch verändern. Der enge Terminplan stört einige Klubbosse. Dabei sollten diese froh sein, dass überhaupt gespielt werden kann, meint Sportchef Heiko Ostendorp.

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Jetzt geht es also Schlag auf Schlag: Das Programm der Fußballer bis zum Jahresende hat es in sich: Champions League, Europa League, Nations League, Länderspiele. Dazu Bundesliga und Pokal – für viele Topteams gibt es fast nur noch englische Wochen und für die Nationalspieler möglicherweise keinen Urlaub. Ob es in Deutschland eine Winterpause geben wird, ist zudem noch offen, da im nächsten Jahr mit der Europameisterschaft schon das nächste Großevent ansteht. Knackig, ohne Frage.

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Doch dass die Protagonisten einiger Vereine wie Bayern München und RB Leipzig nun schon wieder aufschreien, nachdem die UEFA die ausstehenden und verschobenen Termine festgelegt hat, wirkt wie ein Treppenwitz.

Neustart rettete Existenzen von Vereinen

Zwei Monate jammerten die Klubs über ihre Notlage, stellten gemeinsam mit DFL und DFB ein Hygienekonzept auf die Beine, welches seit Wochen erfolgreich umgesetzt wird – davor gilt es, den Hut zu ziehen. Gleichzeitig sollten die Vereine aber auch eine gewisse Dankbarkeit zeigen, schließlich war es am Ende die Politik, die den Neustart des Fußballs ermöglichte und einigen Klubs damit nicht weniger als die Existenz rettete.

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Dass die Termine irgendwann nachgeholt werden müssen und der Terminkalender schon vor der Corona-Pause pickepackevoll war, sollte eigentlich niemanden überraschen. Andere Sportarten wären froh, wenn sie diese (Luxus-)Probleme hätten. Die Kader der Bundesligisten sollten dennoch breit genug sein, die inzwischen erlaubten fünf Auswechslungen dürften ebenfalls dabei helfen, die Belastung einigermaßen zu regulieren. Und wenn man ehrlich ist, hatten die Profis in diesem Jahr durch die Pandemiepause so viel "Urlaub" wie wohl noch nie zuvor. Jammerei ist also fehl am Platz.