24. Mai 2020 / 12:48 Uhr

Kommentar: Eine neue Ära des VfB Lübeck beginnt

Kommentar: Eine neue Ära des VfB Lübeck beginnt

Jürgen Rönnau
Lübecker Nachrichten
LN-Sportredaktionschef Jürgen Rönnau sieht den VfB Lübeck vor einer spannenden Zukunft.
LN-Sportredaktionschef Jürgen Rönnau sieht den VfB Lübeck vor einer spannenden Zukunft. © Foto: LN
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LN-Sportredaktionschef Jürgen Rönnau zieht Bilanz der geduldigen und stetigen Arbeit des VfB Lübeck, die letztlich zum Aufstieg in den Profifußball führen wird.

Konsequent und kontinuierlich ist der VfB Lübeck seinen Weg gegangen in den Jahren seit der Insolvenz 2012. Mit grün-weißem Herzblut und hanseatischer Sparsamkeit hat der VfB nun zurück gefunden in den Profifußball. Die handelnden Personen hatten dabei niemals im Sinn, sich ein Denkmal zu setzen oder Reichtümer zu ernten. Sie stammen alle ursprünglich aus der Fankurve, haben den schweren Zeiten des Klubs, als er heruntergewirtschaftet fast aus dem Vereinsregister gestrichen worden wäre, die Sache einfach selbst in die Hand genommen. Eine herausragende Rolle spielte dabei Dietmar Scholze, 70 Jahre lang glühender VfBer, Aufsichtsratsvorsitzender bis zu seinem Tod vor einem Jahr. Der Aufstieg jetzt in die 3. Liga krönt sein Lebenswerk posthum.

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Regionalliga: VfL Wolfsburg II - VfB Lübeck

Regionalliga: VfL Wolfsburg II - VfB Lübeck Zur Galerie
Regionalliga: VfL Wolfsburg II - VfB Lübeck © Roland Hermstein

Nun wird das nächste Kapitel an der Lohmühle aufgeschlagen. Das Aufstiegsteam wird fast komplett zusammenbleiben, wird punktuell verstärkt - so wie es weitsichtig in den letzten Jahren schon geschehen ist unter dem Trainer Rolf Landerl, der einen Fußball spielen lässt, den die Fans sehen wollen. Und der zudem erfolgreich ist. Man wird beim VfB weiter nur kleine Schritte machen, aber auch die führen schließlich zum Ziel, wie man jetzt sieht.

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So wie an der Lohmühle gearbeitet wird, ist nicht zu befürchten, dass der VfB nur eine kurze Episode im Profifußball erleben wird. Die Grün-Weißen haben ganz klar Drittliga-Potenzial. Und es könnte sogar noch höher hinauf gehen - wenn alle im Stil der letzten Jahre geduldig weiterarbeiten. 32 Spielzeiten in seiner 100-jährigen Geschichte in den verschiedenen Regionalligen verbracht - so viele, wie kein anderes Team in Deutschland. Jetzt beginnt eine neue Ära.