28. September 2019 / 09:35 Uhr

Kommentar: Eine Recken-Lehrstunde als Aha-Erlebnis für die 96-Gemeinschaft

Kommentar: Eine Recken-Lehrstunde als Aha-Erlebnis für die 96-Gemeinschaft

Carsten Bergmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Recken zeigen den 96-Profis, wie es geht.
Die Recken zeigen den 96-Profis, wie es geht. © imago images / Noah Wedel / Florian Petrow
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Die Bundesliga-Handballer der TSV Hannover-Burgdorf haben Meister Flensburg sensationell geschlagen. Zu Gast in der TUI-Arena war auch die gesamte Mannschaft von Hannover 96. Das war eine Teambuilding-Aktion mit Lehrstunden-Charakter, meint Hannover-Sportchef Carsten Bergmann.

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Teambuilding – also Freizeitaktivitäten, die eine Gemeinschaft fernab der täglichen Routinen stärken sollen – hilft häufig beim Entdecken neuer, vielleicht sogar völlig unbekannter Möglichkeiten. 96-Führungskraft Ron-Robert Zieler bewies ein glückliches Händchen, als der nicht immer fehlerfreie Torwart das VIP-Gruppenticket für die erste Reihe beim Handballspektakel der Recken gegen Flensburg gebucht hat.

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Bilder vom Spiel der Handball-Bundesliga zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und SG Flensburg-Handewitt

Ivan Martinovic schreit seine ganze Freude heraus. Zur Galerie
Ivan Martinovic schreit seine ganze Freude heraus. ©

Purer Wille, pure Emotion

Die 96-Delegation erlebte somit hautnah, was es bedeutet, als leistungsstarke Einheit ein treues Hannover-Publikum zu euphorisieren. Wie eine in sich geschlossene Truppe Ausfälle von Leistungsträgern, die an jenem Abend keine Normalform erreichen, auffangen kann. Wie andere Spieler, die zuletzt mehr Reservist als Anführer waren, Verantwortung übernehmen, Selbstvertrauen ausstrahlen und sich auch von einem klaren Rückstand gegen den amtierenden Meister nicht einschüchtern lassen. Purer Wille als Gemeinschaftsgefühl. Pure Emotion.

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Wichtige Strategien für das Nürnberg-Spiel

Die Recken-Handballer, die weiß Gott eine Bundesliga-Saison zum Vergessen in ihren Knochen spüren, geben den zweitklassigen Fußballern wichtige Strategien mit für die Aufgabe gegen Nürnberg. Das alles andere als erfolgsverwöhnte Hannover-Sportpublikum honoriert ehrliche, glaubwürdige Arbeit und ist seinerseits in der Lage, die Heroen in den Trikots zu Höchstleistungen zu tragen. Das sollte Aha-Erlebnis-Potenzial für zwar stets selbstbewusst auftretende, aber alles andere als selbstbewusst spielende 96-Profis haben. Und wenn sie noch immer Hilfe brauchen: Die nächste Recken-Lehrstunde gibt’s am 13. Oktober gegen Magdeburg.

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