17. September 2020 / 17:56 Uhr

Kommentar zum Fan-Ausschluss beim Bundesliga-Start des FC Bayern: Das geht ja gut los 

Kommentar zum Fan-Ausschluss beim Bundesliga-Start des FC Bayern: Das geht ja gut los 

Sebastian Harfst
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Bundesliga wird in der Allianz Arena ohne Fans eröffnet. Der stellvertretende RND-Sportchef Sebastian Harfst lobt das Konzept.
Die Bundesliga wird in der Allianz Arena ohne Fans eröffnet. Der stellvertretende RND-Sportchef Sebastian Harfst lobt das Konzept. © imago images/Bernd Feil/MIS
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Das Bundesliga-Eröffnungsspiel zwischen dem FC Bayern und Schalke 04 findet aufgrund der Corona-Lage in München nun doch ohne Zuschauer statt. Ein gut begründeter Einzelfall, der beweist, dass das System funktioniert. Ein Kommentar des stellvertretenden RND-Sportchefs Sebastian Harfst.

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Die Bundesliga startet am Freitagabend mit einem echten Klassiker. Der FC Bayern empfängt den FC Schalke 04. Triplesieger trifft auf Malochermythos, prall gefülltes Festgeldkonto auf Dauerkrise. Dass es eine mit 75. 000 Zuschauern voll besetzte Allianz Arena als stimmungsvollen und dem Anlass angemessenen Rahmen nicht geben würde, war vorher klar. Die Pandemie spielt da noch längst nicht mit. Nun dürfen auch die eigentlich beschlossenen 7500 Fans nicht mehr ins Stadion. Die grenzwertige Zahl von Corona-Neuinfektionen in München lässt dies aktuell nicht zu.

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Man könnte nun mit Blick auf den Start der 58. Spielzeit in der Bundesliga zynisch raunen: Das geht ja gut los... Aber mal ganz ohne Zynismus und Ironie: Genauso ist es. Denn an diesem Beispiel zeigt sich, wie flexibel wir miteinander im Umgang mit dem Virus geworden sind.

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Die Vertreter des deutschen Profifußballs hatten zuvor Fakten geschaffen. Weil sie in Absprache mit ihren regionalen Gesundheitsämtern vorgeprescht waren, drohte ein bundesweiter Flickenteppich mit lokal unterschiedlichen Regelungen. Unter diesem Druck hat sich die Politik auf ein einheitliches Verfahren zur Rückkehr der Fans geeinigt. Und dies nun im gut begründeten Einzelfall zurückgenommen.

Auf den Klubs und der Deutschen Fußball Liga DFL lastet dadurch natürlich weiterhin eine immense Verantwortung. Sie müssen dafür sorgen, dass sich in den Arenen keine Superspreading-Events entwickeln. Dass sie dieser Verantwortung gerecht werden können, haben sie bei der Fortsetzung der vergangenen Saison und ihrem zugrundeliegenden Hygienekonzept bewiesen. Dass das System zum Schutz der Menschen funktioniert, beweist der aktuelle Fall München.