15. Mai 2022 / 09:49 Uhr

Kommentar zum FC Bayern: Robert Lewandowski ist nicht aufzuhalten – lasst ihn gehen!

Kommentar zum FC Bayern: Robert Lewandowski ist nicht aufzuhalten – lasst ihn gehen!

Patrick Strasser
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robert Lewandowski will den FC Bayern München verlassen. SPORTBUZZER-Reporter Patrick Strasser rät den Bayern dazu, Lewandowski nicht aufzuhalten.
Robert Lewandowski will den FC Bayern München verlassen. SPORTBUZZER-Reporter Patrick Strasser rät den Bayern dazu, Lewandowski nicht aufzuhalten. © IMAGO/Eibner
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Der FC Bayern München verliert mit Robert Lewandowski seinen Top-Stürmer. Nur wann? Der Weltfußballer will seinen Vertrag nicht verlängern und am liebsten schon in diesem Sommer gehen. SPORTBUZZER-Reporter Patrick Strasser fordert die Bayern-Bosse auf, Lewandowski ziehen zu lassen.

Jetzt ist es raus. Er hat es gesagt. Robert Lewandowski will den FC Bayern München verlassen, schon diesen Sommer. Sein Ziel: der FC Barcelona. Mit der Torjägerkanone in Händen, seiner siebten (!) insgesamt, stand er nach dem 2:2 des Meisters beim VfL Wolfsburg vor der Kurve der Bayern-Fans und hatte feuchte Augen. Tränen des Abschieds.

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Lewandowski hat den Ball mit geschickten und marktüblichen Worten ("Wir wollen die beste Lösung für mich und den Verein finden") dem Verein zugespielt. Auch, weil die Bosse in der Frage einer möglichen Vertragsverlängerung über 2023 hinaus ihm und seinem Berater gegenüber nie wirklich die Initiative ergriffen haben. Nun müssen Vorstandsboss Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic den Abschied der Tore-Lebensversicherung moderieren und sich entscheiden: Geld oder Frust.

Den Weltstar nun an seinen Vertrag zu erinnern, ist ebenso geschickt und marktüblich, da die Ablösesumme in die Höhe getrieben und der Transfer in die Länge gezogen wird. Doch es bringt nichts, einen Reisenden aufhalten zu wollen und ihn zum Bleiben zu zwingen. Das geht nicht gut, würde die kommende Saison als stetig nervendes Dauerthema überschatten. Also: Lasst ihn gehen! Die 35 bis 40 Millionen Euro Ablöse müssen in einen Nachfolger investiert werden. Die Suche hat längst begonnen. Auch marktüblich.

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Nach Lewandowski-Abschied: Der nächste (Transfer-) Schuss muss sitzen

Der FC Bayern wird nicht mehr derselbe sein, wenn der FIFA-Weltfußballer und siebenmalige Torschützenkönig der Bundesliga weg ist. Aber der FC Bayern hat in seiner Historie die Abgänge oder Karriereenden vieler Größen verkraftet, man denke nur an Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Sepp Maier, Karl-Heinz Rummenigge oder in jüngerer Vergangenheit Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Frank Ribéry und Arjen Robben. Das Vereinsmantra "Mia san mia" impliziert, dass kein Spieler größer ist als der Verein. Schon richtig. Doch im Jahr eins nach Lewandowski droht eine titellose Saison. Der nächste (Transfer-) Schuss muss sitzen. Was schwieriger ist, als die Meisterschaft zu gewinnen ...