25. September 2020 / 19:52 Uhr

Kommentar: Hansi Flick hat mit dem FC Bayern alles abgeräumt – jetzt müssen die Bosse liefern

Kommentar: Hansi Flick hat mit dem FC Bayern alles abgeräumt – jetzt müssen die Bosse liefern

Sönke Gorgos
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hansi Flick hat sich beim FC Bayern zum Titelsammler entwickelt. Nun müssen die Klubchefs ihm einen breiteren Kader zugestehen, meint SPORTBUZZER-Redakteur Sönke Gorgos.
Hansi Flick hat sich beim FC Bayern zum Titelsammler entwickelt. Nun müssen die Klubchefs ihm einen breiteren Kader zugestehen, meint SPORTBUZZER-Redakteur Sönke Gorgos. © imago images/Montage
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Hansi Flick hat beim FC Bayern nicht nur die Pflicht, sondern auch die Kür mit Bravour gemeistert und scheint aus dem Kader das Maximum herausholen zu können. Damit hat er das Vertrauen der Klubchefs Rummenigge, Kahn und Salihamidzic gewonnen - die ihm nun einen breiteren Kader geben müssen, kommentiert SPORTBUZZER-Redakteur Sönke Gorgos.

Weniger als 100 Tage sind es noch, bis das für den FC Bayern so erfolgreiche Jahr 2020 zu Ende geht. Zeit zum Nachdenken bleibt nicht, denn bis zum Jahreswechsel muss das Gros der Spieler von Hansi Flick noch bis zu 30 Spiele absolvieren. Ein straffes Programm, das durch eine Gegebenheiten bei den Münchnern erschwert wird: Flick verfügt nicht nur über den besten Kader der Bundesliga, sondern auch den dünnsten. Eine Pause, die diesen Namen verdient, hatten die Spieler wegen des Champions-League-Finalturniers zudem ebenfalls nicht.

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Vielen Spielern war das heftige Pensum der vergangenen Monate in der Verlängerung gegen Sevilla anzumerken, manche waren einfach platt. Das kann den Bayern im Tanz auf drei, vier Hochzeiten – die Klub-WM im Dezember steht schließlich neben DFB-Pokal, Bundesliga und Champions League auf dem Programm – über kurz oder lang zum Verhängnis werden. Die Saison ist zwar nicht lang, wird aber nach Meinung aller Beteiligten so sehr an die Substanz gehen, wie keine zuvor. Dementsprechend sollte der Kader ausgestattet sein.

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Hansi Flick ist mit seiner überzeugenden Arbeit nicht nur gelungen, den strauchelnden Riesen wieder auf Kurs zu bringen, er hat die Bayern in kürzester Zeit zur ohne Zweifel besten Mannschaft Europas geformt. Im nächsten Schritt ist nicht der Trainer, sondern die sportliche Leitung gefordert – erst recht nach dem Verlust von Thiago, der schwer wiegt, weil es im Kader keinen gleichwertigen Ersatz gibt. Und mit Javi Martinez soll sogar noch ein Spieler den Verein verlassen, der erst im Supercup-Finale den entscheidenden Treffer erzielte.

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Rummenigge, Salihamidzic & Co. sollten Flicks Wünsche in die Tat umsetzen, den Kader unbedingt auf zwei, drei Positionen namhaft zu verstärken, damit Leistungsträger und Vielspieler auch mal ohne dramatischen Qualitätsverlust eine Pause bekommen können – erst recht, nachdem dieser so überragend in Vorleistung gegangen ist. Wenn einer eine diese Unterstützung verdient hat, dann ist es Flick.