11. Oktober 2020 / 19:26 Uhr

Kommentar zu den French Open: Nadal, Federer, Djokovic – eine Generation dominiert weiter

Kommentar zu den French Open: Nadal, Federer, Djokovic – eine Generation dominiert weiter

Stefan Döring
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Ära der großen Drei ist noch nicht vorbei, meint SPORTBUZZER-Redakteur Stefan Döring.
Die Ära der "großen Drei" ist noch nicht vorbei, meint SPORTBUZZER-Redakteur Stefan Döring. © imago images/Getty Images/Montage
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Rafael Nadal hat wieder einmal die French Open gewonnen - mit seinem 100. Sieg in Roland Garros. Es war auch ein Erfolg für die "alte" Generation um Nadal, Novak Djokovic und Roger Federer. Eine Generation, die noch lange nicht fertig ist, meint SPORTBUZZER-Redakteur Stefan Döring.

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Der 13. Triumph bei den French Open, das 100. gewonnene Spiel auf der Anlage Roland Garros, der insgesamt 20. Grand-Slam-Titel. Rafael Nadal hat am Sonntag mit seinem souveränen Drei-Satz-Sieg gegen Novak Djokovic seine Vormachtstellung in „seinem Wohnzimmer“ in Paris unter Beweis gestellt. Trotz des deutlichen Ergebnisses bleibt: Es war ein hochklassiges Match, dass eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, wie dominant die Tennis-Generation um Nadal, Djokovic und Roger Federer immer noch die Szene prägt.

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Wer nach dem US-Open-Gewinn des Österreichers Dominik Thiem vor ein paar Wochen ernsthaft daran glaubte, dass nun langsam aber sicher der Generationswechsel eingeleitet werden könnte, hat sich getäuscht. Zum einen waren in New York Nadal und Federer – der seine Saison aufgrund einer Knieoperation längst beendet hat – gar nicht dabei. Zum anderen haben zwei der besten Spieler der Tennis-Geschichte in Paris mit voller Wucht zurückgeschlagen. Allen voran Nadal.

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Der Spanier zog ohne einen einzigen Satz zu verlieren durch das Turnier und dominierte unter anderem Jannik Sinner, der Alexander Zverev schlagen konnte, und Diego Schwartzmann, der US-Open-Sieger Thiem ausschaltete. Djokovic hatte zwar mehr Mühe auf dem Weg ins Finale, doch schlug er unter anderem den Griechen Stefanos Tsitsipas. Die alte Generation hat die jungen Wilden also immer noch in der Hand. Mit 33 Jahren (Djokovic), 34 Jahren (Nadal) und 39 Jahren (Federer). Wobei man zumindest bei Federer festhalten muss, dass ihn Verletzungen immer häufiger bremsen und er mit seinen beiden etwas jüngeren Konkurrenten zuletzt nicht mehr ganz mithalten konnte.

Djokovic, Nadal und Federer in eigener Dimension

Die Dimension, in der sich die großen Drei bewegen, wird von einer Zahl belegt: Zusammen haben die großen Drei jetzt 57 Grand-Slam-Titel gewonnen – mehr als Größen wie Boris Becker, Ivan Lendl, Stefan Edberg, Andre Agassi, Pete Sampras, Björn Borg und John McEnroe zusammen! Drei Spieler dieses Formats wird es vielleicht nie wieder geben.

Federer, Djokovic und Nadal haben das Tennis verändert, sie dominieren es und sie werden schmerzlich vermisst werden, wenn sie irgendwann ihre Karrieren beenden sollten. Das Rennen um den Grand-Slam-Rekord ist derweil noch lange nicht beendet. Der 20. Triumph von Nadal hebt ihn nun auf eine Stufe mit Federer. Da klang es wie eine Drohung von Nadal, der direkt nach dem Sieg am Sonntag schon wieder die French Open 2021 in den Fokus rückte. Auf dem roten Sand macht ihm wohl auch dann niemand etwas vor – am ehesten wohl noch Federer und Djokovic. Und die nächste Generation muss weiter warten.