27. September 2020 / 18:07 Uhr

Kommentar zum einjährigen Jubiläum von Fritz Keller als DFB-Präsident: Er braucht einen langen Atem

Kommentar zum einjährigen Jubiläum von Fritz Keller als DFB-Präsident: Er braucht einen langen Atem

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Präsident Fritz Keller hat gute Ideen, doch bei der Umsetzbarkeit stößt er (bislang) an Grenzen, meint RND-Sportchef Heiko Ostendorp. 
DFB-Präsident Fritz Keller hat gute Ideen, doch bei der Umsetzbarkeit stößt er (bislang) an Grenzen, meint RND-Sportchef Heiko Ostendorp.  © dpa
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Nach einem Jahr als DFB-Präsident gibt es bislang noch kein einheitliches Urteil über die Arbeit von Fritz Keller. Wenn er nicht zum Scheitern verurteilt werden will, darf er sich auf seinem Weg nicht beirren lassen, kommentiert RND-Sportchef Heiko Ostendorp. 

Die Inthronisierung von Fritz Keller als DFB-Präsident im September 2019 war überraschend und verlief undemokratisch. Er wurde mithilfe einer Beratungsagentur ausgewählt und mit Vorschusslorbeeren aus der Bundesliga überschüttet. Und jetzt?

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Ein Jahr später wollen sich die Klubverantwortlichen zu keiner Zwischenbilanz hinreißen lassen, wie die 18 Bosse auf SPORTBUZZER-Anfrage ausrichteten. Lobeshymnen gibt es keine. Wohl auch, weil sich viele mehr versprochen hatten vom Freiburger, der für Auf- und Umbruch stehen wollte. Keller hat gute Ideen wie den Fünf-Punkte-Plan oder die Einführung einer Gehaltsobergrenze im Fußball. Doch bei der Umsetzbarkeit stößt er (bislang) an Grenzen – intern wie extern.

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In den vergangenen Wochen hat er sich öffentlich positioniert, wie beim umstrittenen Flug der Nationalmannschaft von Stuttgart nach Basel, und sich mit Joachim Löw und Oliver Bierhoff angelegt. Auf diesem Weg darf er sich nicht beirren lassen, wenn er seine Interessen durchsetzen will. Keller braucht einen langen Atem – sonst ist auch er zum Scheitern verurteilt.