24. Januar 2022 / 10:51 Uhr

Kommentar zum deutschen Auftritt bei der Handball-EM: Zum Improvisationstheater gezwungen

Kommentar zum deutschen Auftritt bei der Handball-EM: Zum Improvisationstheater gezwungen

Jens Kürbis
Lübecker Nachrichten
Laut SPORTBUZZER-Redakteur Jens Kürbis war es nicht möglich, die Weiterentwicklung der talentierten deutschen Nationalmannschaft voranzutreiben.
Laut SPORTBUZZER-Redakteur Jens Kürbis war es nicht möglich, die Weiterentwicklung der talentierten deutschen Nationalmannschaft voranzutreiben. © dpa
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Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat nach drei Niederlagen in der Hauptrunde keine Chance mehr aufs Halbfinale. Hinter dem DHB-Team liegt eine EM voller Corona-Chaos. Die Weiterentwicklung der jungen, talentierten Mannschaft sei deshalb nicht möglich gewesen, kommentiert SPORTBUZZER-Redakteur Jens Kürbis.

Wenn in Budapest um die EM-Medaillen gespielt wird, sind Deutschlands Handballer nur noch in der Zuschauerrolle. Der mitgliederstärkste Verband der Welt hat beim siebten Großturnier in Folge das Halbfinale verpasst.

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Die EM war ohnehin nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zur EM 2024. Dann soll im eigenen Land die Medaille her. Der Umbruch dafür, er war alternativlos. Mit neun EM-Neulingen gestartet, spuckte die deutsche Wundertüte durchaus Überraschendes aus: ein junges, hungriges Team, das in der Vorrunde erfrischenden Handball und neue Gesichter – wie Julian Köster oder Christoph Steinert – zeigte. Doch dann kam Corona um die Ecke.

Bitter ist das vor allem für Bundestrainer Alfred Gislason. Er ist seit seinem Amtsantritt im Alarmmodus, er ist Rücktritts- und Absagenmanager, Überlastungs- und Videomanager. Doch ein Team im Umbruch im täglichen EM-Feintuning weiterzuentwickeln, war für ihn im Improvisationstheater von Bratislava nicht möglich.

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