19. Februar 2022 / 13:58 Uhr

Kommentar: Bei der 96-Pannenserie hilft nur Selbstironie

Kommentar: Bei der 96-Pannenserie hilft nur Selbstironie

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
96-Trainer Christoph Dabrowski musste sich rasch an Slapstickszenen wie das Eigentor von Sebastian Stolze gewöhnen.
96-Trainer Christoph Dabrowski musste sich rasch an Slapstickszenen wie das Eigentor von Sebastian Stolze gewöhnen. © dpa / Picture Point
Anzeige

Bei Eigentoren ist Hannover 96 Spitzenreiter in der 2. Liga, die Kopfballstärke vor dem gegnerischen Tor hat da noch Nachholbedarf. Trainer Christoph Dabrowski nimmt die Pannenserie der Roten mit Humor. Eine Prise Lockerheit kann nicht schaden, meint SPORTBUZZER-Redakteur Jonas Szemkus.

Die Selbstironie lässt sich 96-Trainer Christoph Dabrowski auch kurz vor den Abstiegsrängen nicht nehmen. Der Ex-Profi nimmt’s leicht, dass die Lage schwer ist, aber die Situation nicht auf die leichte Schulter.

Anzeige

96 ist aktuell schließlich nur beim Eigentoreerzielen konstant erfolgreich – zuletzt zwei in zwei Spielen, vier Stück in der Saison, Ligaspitzenwert. Immerhin irgendwo Platz eins, denken sich Zyniker, aber Dabrowski nimmt es gelassen hin. „Eigentore“, flachste er am Freitag bei der Pressekonferenz vorm Spiel bei St. Pauli, standen jedenfalls „nicht auf der Agenda der Themenschwerpunkte“ in der Trainingswoche. Er nehme das Thema aber ernst – und hofft wie alle 96-Fans sicher darauf, dass die neue Kopfballstärke vielleicht auch mal vorm gegnerischen statt dem eigenen Tor zieht.

Mehr zu Hannover 96

Sieg gegen St. Pauli würde ein paar Probleme wegpusten

Als Alternativvorschlag zur Verbesserung der Lage böte sich aus 96-Sicht auch noch an, die Anfangsviertelstunde einer oder beider Halbzeiten zu streichen. Die verschlief 96 zuletzt gern mal, kam aber zumindest gegen Darmstadt nach frühem Rückstand eindrucksvoll zurück. Da waren die von Dabrowski beschriebenen „tollen Ansätze“ zu sehen, die Mut machen sollen und können.

Anzeige

Mit einem Erfolgserlebnis gegen St. Pauli, den zweiten Spitzenreiter (der richtigen Tabelle) in Folge, würde 96 die Sorgen zwar nicht völlig abschütteln, aber im stürmischen Hamburg ein paar Probleme wegpusten. Ein gesundes Maß an Lockerheit kann dafür nicht schaden, das gilt für Dabrowski und sein Team gleichermaßen.