06. August 2020 / 17:34 Uhr

Kommentar: 96 sollte nicht zu viel Transfer-Ruhe bewahren - sonst droht ein zweiter Aogo

Kommentar: 96 sollte nicht zu viel Transfer-Ruhe bewahren - sonst droht ein zweiter Aogo

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Bloß kein neuer Fall Aogo: Zu viel Zeit sollten sich Gerhard Zuber und Kenan Kocak bei der Zusammenstellung des 96-Kaders nicht lassen, findet Jonas Szemkus.
Bloß kein neuer Fall Aogo: Zu viel Zeit sollten sich Gerhard Zuber und Kenan Kocak bei der Zusammenstellung des 96-Kaders nicht lassen, findet Jonas Szemkus. © Florian Petrow / imago images/Sven Simon
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Damit es nicht zum Schluss wieder zu überstürzten Transfer-Fehlgriffen kommt, sollte Hannover 96 es mit seiner Einkaufstour nicht allzu entspannt angehen lassen, findet SPORTBUZZER-Redakteur Jonas Szemkus.

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Die Spielersuche läuft – aber ohne Zeitdruck. 96 will sich genügend Zeit lassen für den Umbau, erst recht in kaum berechenbaren Corona-Zeiten. Erst wenn der Richtige vorbeikommt, geht’s durchaus doch ganz schnell. Kingsley Schindler dürfte so ein Sonderfall sein.

Sportdirektor Gerhard Zuber mahnt trotzdem zur Vor- und Nachsicht. Zu viel Druck, auch bei der Zeit, sei sicher keine Hilfe.

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Sorgen der Fans verständlich

Völlig verständlich aus 96-Sicht, dass man nichts überstürzen will. Der angestrebte Umbruch wird ohnehin schon groß genug ausfallen – mit langer Streichliste und vielen offenen Planstellen. Da sollen die Entscheidungen nicht aus dem Bauch heraus kommen, sondern bis ins Detail vorbereitet sein.

Aber es ist eben gleichsam verständlich, dass sich die Fans schnelle Lösungen wünschen. Mit jedem Florian Hartherz (zu Düsseldorf), Dzenis Burnic (Heidenheim) oder Leart Paqarada (St. Pauli), die zu Konkurrenten gehen, wächst die Sorge, dass es bei der Auswahl an aufstiegsfähigen Spielern am Ende nicht reicht für 96. Die Fans wollen eben wissen, wie es mit dem Herzensklub weitergeht – und vor allem: mit wem.

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<b>Zugänge:</b> Simon Falette (vorerst ablösefrei, von Eintracht Frankfurt) Zur Galerie
Zugänge: Simon Falette (vorerst ablösefrei, von Eintracht Frankfurt) ©

Bloß kein neuer Fall Aogo

Je mehr Tage verstreichen, so die Befürchtung, desto weniger Zeit bleibt auch zum Einspielen für die Aufstiegshoffnung. Das vergangene Jahr dient als warnendes Beispiel. Da stand das Team erst richtig spät, Dennis Aogo kam sogar erst nach Transferschluss und war kurze Zeit später schon wieder in der sportlichen Versenkung verschwunden. Diesmal, so der 96-Wunsch, soll alles besser laufen. In Ruhe – und mit Qualität.