09. Oktober 2019 / 13:39 Uhr

Kommentar: Bundestrainer Joachim Löw setzt mit den Neuen im DFB-Team das richtige Signal

Kommentar: Bundestrainer Joachim Löw setzt mit den Neuen im DFB-Team das richtige Signal

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw (links) im Gespräch mit Nadiem Amiri von Bayer Leverkusen.
Bundestrainer Joachim Löw (links) im Gespräch mit Nadiem Amiri von Bayer Leverkusen. © 2019 Getty Images
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Bundestrainer Joachim Löw hat mit der Kaderauswahl für die Länderspiele gegen Argentinien und Estland einmal mehr einige Beobachter überrascht. SPORTBUZZER-Redakteur Tim Lüddecke meint: Insbesondere mit den Nominierungen der jungen Nachrücker aus der U21 setzt Löw das richtige Signal.

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Die Stimmung im Spielertrakt des Stadio Friuli in Udine war komisch, schwer zu greifen an diesem Abend des 30. Juni. Die deutsche U21-Nationalmannschaft hatte ihr EM-Finale gegen Spanien gerade mit 1:2 verloren, und die Spieler waren niedergeschlagen. Doch da lag noch etwas anderes in der Luft: Trauer. Weniger wegen der verpassten Titelverteidigung nach 2017, sondern vielmehr, weil die Mannschaft in ihrer Zusammenstellung so ein letztes Mal aufgelaufen war. In den zwei Jahren, in denen sie das zuvor (erfolgreich) getan hatte, war wirklich etwas zusammengewachsen zwischen diesen 20- bis 23-Jährigen. Benjamin Henrichs gab sein letztes Interview als U21-Nationalspieler unter Tränen.

Nationalmannschaft: Alle Debütanten unter Joachim Löw

Klickt euch hier durch alle Debütanten von Bundestrainer Joachim Löw in der Nationalmannschaft - von Malik Fathi bis Mark Uth! Zur Galerie
Klickt euch hier durch alle Debütanten von Bundestrainer Joachim Löw in der Nationalmannschaft - von Malik Fathi bis Mark Uth! ©
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Keine vier Monate später tragen gleich sechs Spieler trotz ihres altersbedingten Ausscheidens aus dem DFB-Nachwuchs immer noch – beziehungsweise schon wieder – den Adler auf der Brust. Jonathan Tah, der gegen Argentinien und Estland wegen eines grippalen Infektes allerdings ausfallen wird, und Lukas Klostermann waren bereits vor der U21-EM in den Kreis der A-Nationalmannschaft berufen worden. Mit Luca Waldschmidt folgte als der beste Torschütze des Turniers in Italien und San Marino gleich der nächste. Und nun veranlassten Bundestrainer Joachim Löw zahlreiche Absagen einiger seiner zentralen Nationalspieler dazu, mit Nadiem Amiri, Suat Serdar und Robin Koch gleich drei weitere Ex-U21-Spieler zu nominieren. Manch ein langjähriger Begleiter der A-Nationalmannschaft würde diese Jungs auf der Straße möglicherweise nicht gleich erkennen.

Reporter Tim Lüddecke: Eindrücke vor dem Länderspiel zwischen Deutschland und Argentinien

U21-Trainer Stefan Kuntz scheint vieles richtig zu machen

So viele Frischlinge hatte es im Löw-Team lange nicht gegeben. Das ist einerseits als ein Zeichen des Bundestrainers zu verstehen, dass er den Weg, den er vor einem Jahr neu eingeschlagen hat, trotz einiger Absagen konsequent weitergeht, anstatt bei einer Personalie wie etwa Mats Hummels nun doch noch einen Rückzieher – der sportlich zumindest diskutabel wäre – zu machen.

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Löw geht den eingeschlagenen Weg konsequent weiter

In diesen für Löw offenbar alternativlosen Vorstellungen sind die Nominierungen zumindest das richtige Signal. Als Anreiz in Richtung der Spieler in den deutschen U-Mannschaften, denen gerade nach der jüngst ausgeschiedenen U21-Generation ein wesentlich schwererer Stand im internationalen Vergleich prophezeit wird; einige Teams qualifizierten sich zuletzt nicht mal für die großen Turniere. Als Lob in Richtung von Stefan Kuntz, der jeden der sechs in einem Telefonat persönlich beglückwünschte und der mit seinem Trainerteam in einer ganz besonderen Atmosphäre um dieses U-21-Team sehr vieles richtig zu machen scheint – und dafür sorgt, dass Löw stetig frischen Nachschub bekommt. Kaum ein Debütant in den vergangenen Jahren spielte zuvor nicht in der U21, all die Gnabrys, Süles und Sanés. Und als Belohnung in Richtung der Frischlinge, die am Mittwochabend auch gleich eine reelle Chance haben, in Dortmund ihr A-Länderspieldebüt zu geben.

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