31. Juli 2020 / 11:27 Uhr

96-Meinung: In Hannover beginnt ohne Waldemar Anton eine neue Zeitrechnung

96-Meinung: In Hannover beginnt ohne Waldemar Anton eine neue Zeitrechnung

Carsten Bergmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nach dem Abgang von Waldemar Anton (rechts) beginnt bei Hannover 96 eine neue Zeitrechnung. Coach Kocak steht vor einer Herausforderung.
Nach dem Abgang von Waldemar Anton (rechts) beginnt bei Hannover 96 eine neue Zeitrechnung. Coach Kocak steht vor einer Herausforderung. © Florian Petrow
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Mit dem Verkauf von Waldemar Anton bricht eine Identifikationsfigur bei Hannover 96 weg. Das Gesicht des Teams soll sich zur kommenden Saison grundlegend verändern. Doch Zeit für Experimente bleibt nicht mehr, kommentiert Hannover-Sportchef Carsten Bergmann.

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Nun geht sie also los, die erste Saison ohne Waldemar Anton bei Hannover 96. Durchaus beeindruckend, welchen besonderen Status sich dieser bodenständige Junge aus Mühlenberg in den vergangenen Jahren erarbeitet hat. Bei 96 beginnt damit eine neue Zeitrechnung – und das gleich auf mehreren Ebenen.

Das Gesicht der Mannschaft wird sich grundlegend verändern, das Ziel bleibt ungeachtet der Corona-Umstände die Rückkehr in die 1. Liga. Das ist der selbstgewählte Maßstab, an dem sich sportliche Leitung und Geschäftsführung werden messen lassen müssen.

Die Zeit von Waldemar Anton bei Hannover 96 in Bildern

Waldemar Anton ist ein Hannover-Junge mit Wurzeln in Usbekistan und im Stadtteil Mühlenberg. Sein Vater war Leistungsschwimmer, er selbst ist ein Mathe-Ass mit Abitur. Aber „Waldi“ durfte sich schon länger ausrechnen, dass es was wird mit seiner Profi-Karriere. Vom Mühlenberger SV kam er 2008 in die 96-Jugend. In der Saison 2013/2014 erreichte Anton mit der A-Jugend das Endpsiel um die deutsche Meisterschaft. Zur Galerie
Waldemar Anton ist ein Hannover-Junge mit Wurzeln in Usbekistan und im Stadtteil Mühlenberg. Sein Vater war Leistungsschwimmer, er selbst ist ein Mathe-Ass mit Abitur. Aber „Waldi“ durfte sich schon länger ausrechnen, dass es was wird mit seiner Profi-Karriere. Vom Mühlenberger SV kam er 2008 in die 96-Jugend. In der Saison 2013/2014 erreichte Anton mit der A-Jugend das Endpsiel um die deutsche Meisterschaft. ©

Konstanz nur im Sturm

Zeit für Experimente bleibt da wenig bis gar nicht. Und das trotz vielfältigster Aufgaben mit umfassenden Kaderumbauten. Da wäre vor allem das Tor. Trainer Kenan Kocak verlangt eine neue Nummer eins. Dazu müssen in der Abwehr spielstarke und wuchtige Innenverteidiger die Sieger-Stabilität garantieren.Das Ü30-Mittelfeld mit Prib, Bakalorz, Frantz und Kaiser braucht eine Frischzellenkur mit ordentlich Tempo.

Einzig der Angriff gewährt eine gewisse Konstanz mit Hendrik Weydandt und Marvin Ducksch. Wobei gerade Weydandt als Vorkämpfer und Identifikationsfigur eine völlig neue Rolle in der Teamhierarchie übernimmt, in der sich der kluge Kopf erst einmal behaupten muss.

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Eine schwierige Aufgabe

Gut sechs Wochen bleiben den 96-Chefplanern also für den Neustart. Kocak hat bei seiner Amtsübernahme bewiesen, richtige Impulse setzen zu können. Jetzt allerdings wird seine Herausforderung ungleich schwieriger.