15. September 2019 / 14:29 Uhr

Kommentar: Der Torwart-Zoff um Neuer und ter Stegen beim DFB-Team ist hausgemacht

Kommentar: Der Torwart-Zoff um Neuer und ter Stegen beim DFB-Team ist hausgemacht

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Im Streit zwischen Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen sieht SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp Bundestrainer Joachim Löw in der Pflicht, für Klarheit zu sorgen.
Im Streit zwischen Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen sieht SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp Bundestrainer Joachim Löw in der Pflicht, für Klarheit zu sorgen. © dpa / Getty
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Manuel Neuer gegen Marc-André ter Stegen. Der Kampf um die Nummer eins im DFB-Team spitzt sich nun auch auf persönlicher Ebene zu. Für SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp ist der Towart-Zoff in der deutschen Nationalmannschaft hausgemacht.

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Es hat fast schon Tradition, dass die so genannte „T-Frage“ beim DFB ein Thema ist. Uli Stein bezeichnete einst sogar Kaiser Franz Beckenbauer als „Suppenkasper“, weil dieser bei der WM 1986 lieber auf Toni Schumacher im deutschen Kasten setzte. Oliver Kahn und Jens Lehmann sprachen jahrelang kein Wort zu viel miteinander.

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Ter-Stegen-Zoff war nur eine Frage der Zeit

Und auch das Verhältnis von Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen war bislang eher von gegenseitigem Respekt als von tatsächlichem Zusammenhalt geprägt. Der Weltmeister und Stammhalter auf der einen, der Titelsammler des FC Barcelona als Herausforderer auf der anderen Seite.

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Wer ter Stegen kennt, weiß, dass Geduld nicht gerade seine größte Stärke ist. Es war nur eine Frage der Zeit, bis er zumindest seine Unzufriedenheit über die Dauer-Reservistenrolle beklagt und einfordert, was ihm vom Bundestrainer versprochen wurde - nämlich mehr Einsätze. Joachim Löw gab selbst zu, dass ter Stegen in Nordirland (2:0) eigentlich spielen sollte, er aber davon absah, weil er bereits auf anderen Positionen verletzungsbedingt zu Wechseln gezwungen wurde. Ein Vertrauensbeweis für ter Stegen sieht anders aus!

Neuer weiß, dass ter Stegen einige Fürsprecher in der Mannschaft hat

Dass Neuer nun prompt reagiert - wenn auch moderat - zeigt, dass ihn ter Stegens Aussagen durchaus gestört haben. Er weiß, dass sein Konkurrent auch innerhalb der Mannschaft einige Fürsprecher hat, aber auch, dass er bei Löw gesetzt ist, solange er seine Leistung abruft.

Dass es überhaupt zu diesem Konflikt kommt, ist hausgemacht. Löw sollte wissen, dass er zwei absolute Weltklassetorhüter hat und diese auch so behandeln. Aktuell sieht es aber eher nach Zweiklassengesellschaft aus.

Der Bundestrainer muss diese Baustelle nun schnellstmöglich lösen - bei einem Turnier kann er einen Torwart-Zoff jedenfalls überhaupt nicht gebrauchen.

Hier abstimmen: Soll Marc-André ter Stegen vor Manuel Neuer die Nummer eins im DFB-Tor werden?

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