17. Mai 2019 / 15:10 Uhr

Kommentar: Nicht jammern, Hannover 96 braucht das Geld 

Kommentar: Nicht jammern, Hannover 96 braucht das Geld 

Jonas Freier
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Niclas Füllkrug und Ihlas Bebou waren in dieser Saison lange verletzt. Mit ihnen wäre der Klassenerhalt wahrscheinlicher gewesen. Nun ist ein Verkauf allerdings unumgänglich, meint SPORTBUZZER-Redakteur Jonas Freier. 
Niclas Füllkrug und Ihlas Bebou waren in dieser Saison lange verletzt. Mit ihnen wäre der Klassenerhalt wahrscheinlicher gewesen. Nun ist ein Verkauf allerdings unumgänglich, meint SPORTBUZZER-Redakteur Jonas Freier.  © imago images / Christian Schroedter
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Inzwischen stehen bei Hannover 96 bereits zwei namhafte Abgänge fest - Niclas Füllkrug geht zu Werder Bremen und Ihlas Bebou schließt sich der TSG Hoffenheim an. Diese Spieler würden den Roten in Liga zwei zwar gut zu Gesicht stehen, allerdings braucht 96 das Geld dringender, meint SPORTBUZZER-Redakteur Jonas Freier. 

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„Der letzte gute Transfer war Füllkrug. Und Bebou mit Abstrichen. Der Rest hat nicht den Aha-Effekt gebracht, der dich in andere spielerische Sphären katapultiert.“ Hat Ex-Nationalspieler Fabian Ernst Ende März gesagt. Da war sein Jugendklub 96 schon so gut wie abgestiegen, morgen endet die vorerst letzte Bundesliga-Saison für 96.

Qualität gehört in die Bundesliga

Und damit endet auch das Kapitel 96 für Niclas Füllkrug und Ihlas Bebou. Der eine geht, verglichen mit dem 18-Millionen-Angebot aus Gladbach im vergangenen Jahr, für kleines Geld nach Bremen (6,3 Millionen Euro).

Der andere besitzt eine 10-Millionen-Ausstiegsklausel, Hoffenheim hat zugegriffen. Damit sind genau die beiden weg, die 96 in den vergangenen Monaten so schmerzlich fehlten und mit denen die Chance auf den Klassenerhalt vermutlich ungleich größer gewesen wäre. Was ja eine gewisse Logik hat: Die Besten wollen in der Bundesliga bleiben.

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Geld für neue Spieler und DFL-Lizenzauflagen?

Und 96 wird auch nicht jammern. Bebou, den Ex-Manager Horst Heldt für rund 5 Millionen Euro aus Düsseldorf holte, ist für Hannover ein Rekordtransfer geworden. 96 braucht das Geld aus Spielertransfers nicht nur, um eine neue Mannschaft für die 2. Liga aufzubauen, sondern möglicherweise auch, um DFL-Lizenzauflagen zu erfüllen. Hoffen wir, dass es reicht, wenn der Brasilianer Walace noch einige Millionen in die Kasse bringt. Waldemar Anton, der ja weiter einen großen Wert für 96 hat, soll bleiben.

In Bildern: Die Auf- und Abstiege von Hannover 96

Der Gang in die 2. Liga scheint für Hannover 96 in dieser Saison unvermeidbar. Es wäre der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte. Oft ging es aber schnell wieder hoch. Das sind die Auf- und Abstiege der Roten seit Gründung der Bundesliga. Zur Galerie
Der Gang in die 2. Liga scheint für Hannover 96 in dieser Saison unvermeidbar. Es wäre der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte. Oft ging es aber schnell wieder hoch. Das sind die Auf- und Abstiege der Roten seit Gründung der Bundesliga. ©
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