02. November 2022 / 14:08 Uhr

Kommentar zu Oliver Glasner: Jetzt gehört der Trainer von Eintracht Frankfurt zu Europas Spitze

Kommentar zu Oliver Glasner: Jetzt gehört der Trainer von Eintracht Frankfurt zu Europas Spitze

Roman Gerth
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Oliver Glasner hat sich als Trainer überragend entwickelt, meint SPORTBUZZER-Reporter Roman Gerth.
Oliver Glasner hat sich als Trainer überragend entwickelt, meint SPORTBUZZER-Reporter Roman Gerth. © Getty Images (Montage)
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Der Einzug ins Champions-League-Achtelfinale nach einem Drama am letzten Spieltag ist der nächste Höhepunkt der Europa-Reise von Eintracht Frankfurt. Großen Verdienst daran hat Trainer Oliver Glasner. Er betreut mittlerweile ein Spitzenteam – und ist selbst zum Spitzentrainer gereift, meint SPORTBUZZER-Reporter Roman Gerth.

Oliver Glasner umarmte Sebastian Rode nach dem Abpfiff auf dem Rasen in Lissabon als Zeichen des Danks. Der Trainer von Eintracht Frankfurt herzte seinen Kapitän, der den hessischen Bundesligisten mit einer Glanzleistung in den zweiten 45 Minuten ins Achtelfinale der Champions League führte. Doch genauso gut hätte sich Rode beim Österreicher bedanken können: Der hatte ihn zur Halbzeit eingewechselt, setzte damit das richtige Zeichen zur richtigen Zeit – und brachte später noch Ansgar Knauff ins Spiel, der trotz wochenlanger Verletzungspause direkt mit dem entscheidenden Pass vor dem 2:1 von Randal Kolo Muani zur Stelle war. Damit erreichte das Team vom Main beim ersten Königsklassen-Teilnahme die K.o.-Phase, was zuvor keiner Mannschaft in diesem Wettbewerb gelungen war.

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Diese Personalentscheidungen fügen sich in eine ganze Reihe von starken Handlungen des SGE-Trainers. Glasner reagierte auf die schwankenden Leistungen zu Saisonbeginn, stellte auf Dreierkette um, brachte so das Vertrauen in die eigenen Stärken zurück. Als sich Makoto Hasebe verletzte, schickte er kurzerhand den gelernten Mittelfeldspieler Kristijan Jakic auf die Position in der Abwehrzentrale. Dort blüht Jakic auf, der auch schon rechts ausgeholfen hatte. Daichi Kamada, gelernter Offensivspieler, zog Glasner auf die defensive Mittelfeldposition. Der Japaner vereint nun glänzende fußballerische Momente mit kämpferischen Grätschen. So schaffte Glasner zudem Platz für Königstransfer Mario Götze hinter der Spitzen. Deutschlands Goldjunge ist seit Wochen in absoluter Top-Form, lässt Nebenmann und Top-Sprinter Jesper Lindström ebenso wie Sturm-Entdeckung Kolo Muani glänzen.

Glasner kennt immer eine Antwort

Auf jede noch so schwierige Aufgabe, die sich stellt, hat Konzepttrainer Glasner eine Antwort. Gepaart mit der Transferpolitik von Sportvorstand Markus Krösche (Götze, Kolo Muani, Ebimbe etwa schlugen allesamt ein) sorgt der 48-Jährige, der im Sommer 2021 aus Wolfsburg kam, für eine stetig steigende Leistungsfähigkeit der SGE. Seine Spieler liefern ab – so wie Rode mit der Leistung bei Sporting. Weil Glasner weiß, wie er jeden von ihnen klug einsetzen muss.

Ruhig und überlegt vor den TV-Kameras, turbulent an der Seitenlinie, bestimmt in der Umsetzung seiner Ideen – mit dieser Mischung ist Glasner längst ein "Bessermacher" und spätestens seit dem historischen Erfolg unter Europas Top-Trainern angekommen. Eine Ende ist aktuell nicht in Sicht – weder für ihn, noch für die Eintracht.

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