24. Mai 2022 / 11:21 Uhr

Kommentar zur Pleite gegen Hertha: Der HSV muss aufpassen, dass er nicht zum Zweitliga-Dino wird

Kommentar zur Pleite gegen Hertha: Der HSV muss aufpassen, dass er nicht zum Zweitliga-Dino wird

Tobias Manzke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Hamburger SV zog im Rennen um die Bundesliga-Rückkehr erneut das Nachsehen.
Der Hamburger SV zog im Rennen um die Bundesliga-Rückkehr erneut das Nachsehen. © IMAGO/Jan Huebner (Montage)
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Der Hamburger SV ist einmal mehr an der Bundesliga-Rückkehr gescheitert. Hertha BSC hatte in der Relegation am Ende die Nase vorn. Allzu viele Versuche für den Sprung ins Oberhaus sollte sich der HSV nicht mehr erlauben, meint SPORTBUZZER-Chefreporter Tobias Manzke.

Hertha BSC hat den Totalschaden abgewendet und bleibt in der Bundesliga. Das war nach der katastrophalen Saison mit zwei Trainerentlassungen, dem Theater um Investor Lars Windhorst sowie dem Schlapp-Auftritt im Hinspiel gegen den Hamburger SV nicht erwartbar. Dennoch: Die Berliner sind eine der größten Enttäuschungen der Saison. Geschäftsführer Fredi Bobic, auf dem schon im vergangenen Sommer große Hoffnungen für einen erfolgreichen Neustart ruhten, wird ab sofort viel zu tun haben, den Klub wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bekommen. Noch so eine Saison wird sonst auch Bobic sportlich nicht überleben.

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Auf dem HSV hingegen scheint ein Fluch zu liegen. Nachdem die Hamburger lange als unabsteigbar aus der Bundesliga galten, scheinen sie jetzt unaufsteigbar zu sein. Die Pleite in der Relegation war der vierte Versuch, wieder in die Bundesliga zurückzukehren. Nach drei vierten Plätzen zog der HSV am Montagabend in der Relegationsentscheidung den Kürzeren. Wenn das so weiter geht, wird aus dem ehemaligen Bundesliga-Dino bald ein Zweitliga-Dino.

Klar ist: Allzu viele Rückkehr-Versuche sollte sich der HSV nicht mehr erlauben. Der Kader gehört zu den teuersten der Liga, dazu ist das Hamburger Umfeld naturgemäß immer extrem unruhig. Allerdings scheint trotz des verpassten Aufstiegs etwas zusammengewachsen zu sein zwischen dem Team von Trainer Tim Walter und den Fans. Die Anhänger feierten trotz der Enttäuschung ihre Mannschaft, weil sie den eingeschlagenen Weg mit jungen Spielern honorieren. Das ist für die kommende Spielzeit eine Basis. In der der HSV nach dem Aufstieg von Werder Bremen und Schalke sowie den Absteigern aus Fürth und Bielefeld trotz allem der Topfavorit für einen der ersten beiden Plätze sein dürfte.