22. März 2021 / 11:38 Uhr

Recken-Meinung: Der Fluch der Auswärtsgeisterspiele spukt in den Köpfen herum

Recken-Meinung: Der Fluch der Auswärtsgeisterspiele spukt in den Köpfen herum

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Bei Evgeni Pevnov (links) und Co. geistert die Auswärtsmisere in den Köpfen herum, meint SPORTBUZZER-Redakteur Simon Lange.
Bei Evgeni Pevnov (links) und Co. geistert die Auswärtsmisere in den Köpfen herum, meint SPORTBUZZER-Redakteur Simon Lange. © IMAGO
Anzeige

Die Recken können auswärts einfach nicht gewinnen. Die Niederlage in Göppingen hatte verschiedene Gründe. Doch es scheint, als sei die Auswärts-Schreckenbilanz in den Köpfen der Spieler verankert, meint SPORTBUZZER-Redakteur Simon Lange.

Anzeige

Woran es gelegen hat? Diese allseits (un)beliebte Reporterfrage ist mal einfach, mal schwierig zu beantworten.

Anzeige

Für die deftige Recken-Pleite in Göppingen gibt es naheliegende Gründe: ein bärenstarker Kontrahent, der eiskalt jeden Gegnerfehler ausnutzt, ein überragender Ballfänger namens Urh Kastelic. Eine stark beginnende Recken-Mannschaft, die allerdings ebenso stark abbaute. Eine, die sich vom Tempo der Göppinger hat mitreißen lassen, schnell antworten wollte, anstatt sich Zeit zu nehmen.

Bilder vom Handball-Spiel der 1. Bundesliga zwischen FRISCH AUF! Göppingen und der TSV Hannover-Burgdorf

Jannes Krone sieht sich mit gleich drei Göppingern konfrontiert. Zur Galerie
Jannes Krone sieht sich mit gleich drei Göppingern konfrontiert. ©

Abenteuerlicher Spielplan als Handicap

Die Recken waren zudem Opfer eines abenteuerlichen Spielplans, der sie am Donnerstag gegen Magdeburg auf die Platte schickte und nur 48 Stunden nach Abpfiff in Hannover im mehr als 500 Kilometer entfernten Göppingen anzutreten zwang. Nur menschlich, dass physische und psychische Kräfte auf der Strecke blieben. Zu erklären sind so auch die zahllosen technischen Patzer, die Göppingen einluden, schnelle, einfache Tore zu erzielen.

Woran es allerdings liegt, dass die Recken generell auswärts nicht mehr gewinnen – das wissen weder sie selbst noch die besten Experten. „Es wäre schön, wenn ich eine Antwort darauf hätte“, sagt Kapitän Fabian Böhm. Seit mehr als einem Kalenderjahr fremdelt Hannover. In dieser Saison gelang selbst den schlechtesten Teams schon mindestens ein Auswärtserfolg – nur der TSV nicht.

Nächste Chance in Minden

Dabei ist es in diesem Corona-Jahr so einfach wie nie, die Gastgeber müssen auf Fans verzichten. Es gibt keinen Druck der gegnerischen Zuschauer. Der Fluch der Auswärtsgeisterspiele spukt jedenfalls in den Köpfen der Spieler herum. Nächste Chance, die bösen Geister zu vertreiben: Ostersonntag in Minden.