31. Dezember 2019 / 14:46 Uhr

Kommentar: Schwarz-weiß-grün - Hannover 96 treibt es bunt in der Chefetage

Kommentar: Schwarz-weiß-grün - Hannover 96 treibt es bunt in der Chefetage

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Jan Schlaudraff und Martin Kind.
Jan Schlaudraff und Martin Kind. © Verwendung weltweit
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In den Farben vereint, schwarz, weiß und grün – die Farben des Erfolges. Bei Borussia Mönchengladbach ist das so, bei Hannover 96 war das mal so. Ansonsten herrschte 2019 selten Einigkeit in Hannovers Fußball-Chefetage, meint SPORTBUZZER-Redakteur Dirk Tietenberg.

Handelt Martin Kind jetzt weiß oder schwarz, richtig oder falsch. Dazwischen scheint es nichts zu geben. Daran liegt es auch, dass Jan Schlaudraff plötzlich gerüchteweise zum Abschied freigegeben wurde, weil Kind sich mit anderen Fachleuten der Fußballbranche unterhielt. Der Boss schert sich nicht darum, ob sein Umfeld danach plötzlich rot sieht.

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In derselben Branche wurde vor allem schwarz gesehen für Schlaudraff, weil Gespräche auch gleichbedeutend Bewerbungsgespräche sein können. Zumal, wenn der aktuelle Manager Schlaudraff intern für die Kaderzusammenstellung kritisiert wird.

Jan Schlaudraff - seine Karriere in Bildern:

Das Fußballspielen lernte Jan Schlaudraff bei seinem Heimat und Jugendverein VfB Wissen. Über die Station Hassia Bingen landete der Angreifer 2002 bei Bundesligist Borussia Mönchengladbach. Bei den Fohlen konnte sich der damals 18-Jährige allerdings nicht wirklich durchsetzen - für die Profis machte Schlaudraff in knapp drei Jahren nur elf Spiele, eine direkte Torbeteiligung gelang ihm dabei nicht.  Zur Galerie
Das Fußballspielen lernte Jan Schlaudraff bei seinem Heimat und Jugendverein VfB Wissen. Über die Station Hassia Bingen landete der Angreifer 2002 bei Bundesligist Borussia Mönchengladbach. Bei den Fohlen konnte sich der damals 18-Jährige allerdings nicht wirklich durchsetzen - für die Profis machte Schlaudraff in knapp drei Jahren nur elf Spiele, eine direkte Torbeteiligung gelang ihm dabei nicht.  ©

96 treibt es wieder bunt

Der Klub trieb es wieder bunt im Jahr 2019. Im Sommer legten Kind und Schlaudraff noch die Strategie vor, Kader und Spielrichtung („erfolgreicher Angriffsfußball“) von der Sportlichen Leitung und nicht von Trainern bestimmen zu lassen.

Nun, im Winter, bestimmt der Trainer die Spielroute (Pressing, schnelles Umschalten) und hat das letzte Wort bei Transferentscheidungen. Das kann man jetzt wieder weiß (richtig) oder schwarz (anders) sehen.

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Schmadtke erfand eine neue Identität

Im Grunde braucht 96 einfach viel zu lange, um eine Identität neu zu erfinden. Kind hat es seit Jörg Schmadtke nicht mehr geschafft, die sportliche Spitze mit Personal zu besetzen, das eine einmal erdachte Strategie auch durchsetzt – am Ende vor allem Kind gegenüber.

Ob Schlaudraff der Mann ist, die x-te neue Strategie mit zu entwickeln, wird von Resultaten abhängen. Das ist übrigens branchenüblich, dass man sich in der Führungsetage nur dann grün ist, wenn sich Erfolge einstellen. Dieses Problem hat 96 ausnahmsweise mal nicht exklusiv.

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