01. Dezember 2019 / 16:25 Uhr

Kommentar zur Pannen-Saison von Sebastian Vettel: 2020 geht es um sein Vermächtnis

Kommentar zur Pannen-Saison von Sebastian Vettel: 2020 geht es um sein Vermächtnis

André Batistic
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sebastian Vettel steht laut SPORTBUZZER-Redakteur André Batistic am Scheideweg seiner Karriere.
Sebastian Vettel steht laut SPORTBUZZER-Redakteur André Batistic am Scheideweg seiner Karriere. © Getty Images / Imago images
Anzeige

Mit großen Hoffnungen war Sebastian Vettel in die Formel-1-Saison 2019 gestartet. Nach zahlreichen Unfällen und einem beinharten teaminternen Zweikampf mit Newcomer Charles Leclerc steht der vierfache Weltmeister nun am Scheideweg seiner Karriere, meint SPORTBUZZER-Redakteur André Batistic.

Anzeige
Anzeige

Er ist vierfacher Weltmeister und mit 53 Siegen hinter Michael Schumacher (91) und Lewis Hamilton (84) einer der erfolgreichsten Fahrer der knapp 70-jährigen Formel-1-Geschichte. Und doch hat das Vermächtnis von Sebastian Vettel durch seine Pannen-Saison 2019 einige Risse abbekommen. Fehleranfällig, bockig, unsouverän und zu verbissen im teaminternen Zweikampf mit dem jüngeren (und schnelleren) Charles Leclerc. Der Deutsche hat sich und seiner Karriere mit seinen Leistungen – ein Jahr vor seinem Vertragsende bei Ferrari – sicherlich keinen Gefallen getan. Damit ist für das Jahr 2020 klar: In der neuen Saison geht es für den 32-Jährigen nicht nur um seine Laufbahn – es geht auch darum, wie er in die Geschichtsschreibung der Formel 1 eingehen wird. Hat Vettel wirklich das Zeug zur Legende seines Sports? Er muss es im nächsten Jahr beweisen.

Die Anzahl der Fehler und Unzulänglichkeiten, die sich Vettel 2019 geleistet hat, ist einer „Legende“ des Motorsports jedenfalls nicht würdig. Beispiel Kanada: In Führung liegend, wird der Deutsche von Mercedes-Konkurrent Hamilton so sehr unter Druck gesetzt, dass er in einer Kurve über das Gras abkürzen muss. Vettel kommt zwar als Erster ins Ziel, bekommt aber eine Zeitstrafe aufgebrummt, die ihn auf Rang zwei fallen lässt. Bockig wie ein Kind vertauscht Vettel aus Ärger über die für ihn ungerechte Strafe die Platzierungsschilder vor dem Siegerpodest, lässt sogar das obligatorische Interview nach dem Rennen platzen. Eine unrühmliche Aktion für einen viermaligen Weltmeister.

Sebastian Vettel: Seine Pannen-Saison 2019 im Überblick

Sebastian Vettel und seine Saison 2019: Er wollte Weltmeister werden und erlebte ein Jahr zum Vergessen. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeichnet das Vettel-Jahr in Bildern nach. Zur Galerie
Sebastian Vettel und seine Saison 2019: Er wollte Weltmeister werden und erlebte ein Jahr zum Vergessen. Der SPORTBUZZER zeichnet das Vettel-Jahr in Bildern nach. ©
Anzeige

Vettel gegen Leclerc: Die Wachablösung bei Ferrari ist abgeschlossen

Die Saison 2019 hat gezeigt: Vettel kann mit Druck und Misserfolg einfach nicht mehr umgehen. Deutlich wird das beim teaminternen Duell mit dem knapp zehn Jahre jüngeren Leclerc. Wurde Vettel am Anfang der Saison (als sich Ferrari noch ernsthafte Titelhoffnungen machte) von den Ferrari-Bossen noch klar per Team-Order vorgezogen, kippte die Stimmung nach seinen Pannen-Rennen wie beim England-Grand-Prix (Crash mit Max Verstappen) immer mehr zugunsten des Monegassen.

Mehr zur Formel 1

Während Leclerc, in dem viele Experten einen zukünftigen Weltmeister sehen, nach Saisonmitte von Sieg zu Sieg eilte, versank Vettel im mentalen und sportlichen Chaos. Das Italien-Rennen steht sinnbildlich für die Katastrophensaison des Ferrari-Piloten: Leclerc, von der Pole-Position gestartet, gewinnt, Vettel crasht nach einem Dreher mit Hinterbänkler Lance Stroll. Während der 22-Jährige mit seinem Team und den Tifosi auf dem Siegerpodest feiert, verkriecht sich Vettel – als 13. ins Ziel gekommen – ins Motorhome. Längst weiß er: Die Wachablösung bei Ferrari ist in vollem Gange. Zu Saisonende ist sie nun sogar abgeschlossen.

Formel 1: Das verdienen die Fahrer 2019

Ein Oldie, ein Newcomer und zwei Deutsche: Kimi Räikkönen, Lando Norris, Sebastian Vettel und Nico Hülkenberg gehören 2019 zum Fahrerfeld. Aber wer verdient wie viel? Das zeigt dieses Ranking des Portals racer-elite.com... Zur Galerie
Ein Oldie, ein Newcomer und zwei Deutsche: Kimi Räikkönen, Lando Norris, Sebastian Vettel und Nico Hülkenberg gehören 2019 zum Fahrerfeld. Aber wer verdient wie viel? Das zeigt dieses Ranking des Portals "racer-elite.com"... ©

Trotz Pannen-Saison: Das kann den Vettel-Fans Mut machen!

Doch statt das zu akzeptieren, liefert sich Vettel ein beinhartes Duell mit Leclerc, missachtet in Russland eine Team-Order und lässt im vorletzten Rennen mit einer Kollision den Zoff knallhart eskalieren. So zieht man kein Team zurück auf seine Seite, sondern zementiert vielmehr sein Image als Einzelgänger.

Und doch kann Vettels Trotzreaktion den Fans des Heppenheimers Mut machen: Aufgegeben hat er sich noch lange nicht – und das darf er am Scheideweg seiner Karriere auch nicht. Vettel weiß ganz genau: Wenn er eine weitere Saison wie diese abliefert, steht nicht nur seine Zukunft bei Ferrari, sondern auch die in der Formel 1 auf dem Spiel – nicht zu vergessen sein Vermächtnis als deutsche Legende.

Formel 1: Das Abschluss-Zeugnis aller Fahrer für die Saison 2019

Hamilton, Vettel, Verstappen und Co.: Das ist das Abschluss-Zeugnis aller Fahrer für die Formel-1-Saison 2019. Zur Galerie
Hamilton, Vettel, Verstappen und Co.: Das ist das Abschluss-Zeugnis aller Fahrer für die Formel-1-Saison 2019. ©
Mitmachen: #GABFAF-Adventskalender

Bundesliga-Tickets, Fußballschuhe, signierte Trikots und vieles mehr: Trage Dich hier ein und gewinne einen der 24 Preise. (mehr Infos)




Klicke hier Weiter und dann auf der nächsten Seite Absenden - und Du hast die Chance auf jeden der 24 Preise.

ANZEIGE: 50% auf alle JAKO Artikel! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN