16. August 2017 / 06:19 Uhr

Kommentar-Serie "Darauf freuen wir uns!": Der 1. FC Köln wird die Saison rocken

Kommentar-Serie "Darauf freuen wir uns!": Der 1. FC Köln wird die Saison rocken

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Tim Lüddecke erklärt, warum er sich ganz besonders auf die Saison des 1. FC Köln freut.
Tim Lüddecke erklärt, warum er sich ganz besonders auf die Saison des 1. FC Köln freut.
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In unserer Serie erklären SPORTBUZZER-Redakteure, aus welchem Grund sie sich auf die neue Saison freuen. Heute geht's um den 1. FC Köln, der den Angriff auf Europa plant.

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Ich hätte viel dafür gegeben, im Juni und Juli Mäuschen gespielt zu haben im Büro von Jörg Schmadtke. Meinetwegen auch Geißbock... Hauptsache ich wäre dabei gewesen, wie der Sportdirektor des 1. FC Köln die Mannen, die beim Mega-Transfer von Anthony Modeste nach China alle ein Stückchen von dem Kuchen abhaben wollten, vorführte.

Mit seiner knurrigen, ironischen aber auch herzlichen Art passt Schmaddi, dieser coole Typ, exzellent zum 1. FC Köln. Im Gespann mit Trainer Peter Stöger ist der Düsseldorfer – soweit musste es erst kommen – ein Glücksfall für den Klub. Manchmal stelle ich mir vor, wie die beiden stundenlang in einem ihrer Büros sitzen, einfach nur rumblödeln und den FC nebenbei (erfolgreich) für die Zukunft aufstellen. „Pedda, was hältste denn von dieser Idee?“ – „Ja, das könnte klappen…“ – „Machen wir so.“

In den letzten Jahren lief nur wenig schief am Geißbockheim

In den letzten vier Jahren ist so nur sehr wenig schief gelaufen am Geißbockheim. Im Gegenteil: Die erste Europacup-Teilnahme seit 25 Jahren ist eine einzige Sensation. Ich denke da nur mal an Zeiten zurück, als (betrunkene) FC-Spieler mit ihren Autos in der Straßenbahnlinie landeten oder auf der Polizeistation in der Ausnüchterungszelle übernachteten. Als überteuerte Alt-Stars wie die Portugiesen Maniche oder Petit nur nochmal beim FC abkassieren wollten.

Inzwischen sind derlei Eskapaden außer an Karneval – was dann als explizite Arbeitsanweisung zu verstehen ist – undenkbar in der Rheinmetropole. Sieben gebürtige Kölner stehen im Kader, die Identifikation mit dem Klub ist also automatisch enorm. Das macht sich bemerkbar. Die Truppe wirkt echt intakt. Mit Spannung aber vor allem auch Sorge betrachte ich die Frage, wie der FC den Modeste-Abgang wegsteckt. In der vergangenen Saison war der Franzose nämlich schon ziemlich überragend. In Jhon Cordoba (für 17 Millionen Euro – ernsthaft?) sehe ich ebenso wenig einen Ersatz wie in der bisherigen Riege um Artjoms Rudnevs (Ex-HSV halt), Simon Zoller, Sehrou Guirassy oder Yuya Osako. Gerade auf europäischer Bühne.

So oder so darf sich der 1. FC Köln nur deswegen über die Qualifikation freuen, weil bessere Klubs wie der FC Schalke, Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach oder der VfL Wolfsburg in der vergangenen Saison krass schwächelten... Aber egal, ganz egal! Der #Effzeh steht vor einer richtig coolen Saison. Und wird sie unabhängig von Tabellenplätzen und dem Abschneiden in Europa mit seinen Fans so richtig rocken. Darauf freue ich mich.

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