06. August 2022 / 09:03 Uhr

Kommentar zu den steigenden Preisen in der Bundesliga: Die Rechnung begleicht der Fan

Kommentar zu den steigenden Preisen in der Bundesliga: Die Rechnung begleicht der Fan

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die steigenden Preise in der Bundesliga bekommt der Zuschauer zu spüren.
Die steigenden Preise in der Bundesliga bekommt der Zuschauer zu spüren. © IMAGO/Nordphoto (Montage)
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Die 60. Bundesliga-Saison wurde mit der Partie zwischen Rekordmeister Bayern München und Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt am Freitagabend eröffnet. Die neue Spielzeit wird kostspielig: Die Preise für Dauerkarten und Co. wurde teilweise kräftig angehoben. Die Rechnung für das Premiumprodukt Bundesliga begleicht der Fan, kommentiert RND-Sportchef Heiko Ostendorp. 

Der Ball rollt wieder in Deutschlands Fußball-Beletage, und die Hütten sind voll, wohin das Auge blickt. Es scheint, als sehnen sich die Menschen in schwierigen Zeiten nach Abwechslung. Für mindestens 90 Minuten mal nicht an all die Probleme des Alltags denken müssen, stattdessen einfach Fan sein – wie gut, dass die neue Saison reichlich Aufregung verspricht: Mit acht neuen Trainern, Superstars wie Sadio Mané und Rückkehrern wie Mario Götze, emotionsgeladenen Aufsteigern wie Werder und Schalke. Das ist toll für alle Zuschauer.

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Entgegen aller Befürchtungen während der Hochzeiten der Pandemie boomt das Premiumprodukt, doch beim Blick auf die Preisentwicklung stellt sich die Frage: Wie lange noch? Neben den ohnehin schon explodierenden Lebenshaltungskosten muss der Fan auch für Trikots, Dauerkarten, Bier, Bratwurst und TV-Abos immer tiefer in die Tasche greifen – teilweise in nicht mehr nachvollziehbaren Auswüchsen. Wer mit seiner Familie regelmäßig ins Stadion und auch zu Hause in allen Wettbewerben am Ball bleiben will, muss schon einen guten Taler dafür übrig haben.

Spätestens wenn es den Bürgern bei den Energiekosten so richtig ans Portemonnaie geht, wird sich nur noch die Oberschicht den "Fußball total" leisten können. Bei allem Verständnis dafür, dass auch die Klubs ihre gestiegenen Kosten reinholen müssen, wäre es wünschenswert, diese Rechnung nicht komplett auf dem Deckel der Fans zu begleichen.

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