02. September 2019 / 19:24 Uhr

Kommentar zum Transfer-Sommer: Darum blieb das große Beben aus

Kommentar zum Transfer-Sommer: Darum blieb das große Beben aus

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Auch ohne Neymar-Domino und Leroy-Sané-Transfer - SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp meint, dass es für die Bundesliga ein guter Transfer-Sommer war
Auch ohne Neymar-Domino und Leroy-Sané-Transfer - SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp meint, dass es für die Bundesliga ein guter Transfer-Sommer war © Getty/imago images/Sven Simon/PanoramiC
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Das Sommer-Transferfenster ist zu - und die ganz großen Wechsel blieben aus. Das hat vor allem mit Neymar und Leroy Sané zu tun, meint SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp. Der Bundesliga ist trotzdem ein guter Sommer geglückt - vor allem wegen Philippe Coutinho.

Fällt er oder fällt er nicht? Er fiel nicht. Der so häufig zitierte Dominostein, der alles ins Rollen bringen sollte - vor allem den Rubel. Neymar wechselte nicht.

In dieser Transferperiode verging kein Tag, an dem nicht über einen möglichen Wechsel des brasilianischen Superstars von Paris St. Germain spekuliert und diskutiert wurde. Bis zuletzt sah es nach einer Rückkehr zum FC Barcelona aus - doch auch daraus wurde nichts. Und weil Neymar blieb, blieb auch das allerorts prognostizierte weltweite Transferbeben aus, welches sein Verkauf in Gang setzen sollte.

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Natürlich wurde auch in der Bundesliga geschachert bis zum Schluss, bis zur letzten Minute glühten die Drähte der Berater und Sportdirektoren von München bis Bremen, von Freiburg bis Leipzig. Doch auch hier platzte der Transferhammer des Jahres. Aufgrund von Leroy Sanés Kreuzbandverletzung holte der FC Bayern seinen Wunschspieler von Manchester City doch nicht, sondern schwenkte um - und lieh immerhin Philippe Coutinho vom FC Barcelona aus. Der ist zwar kein Neymar und auch kein Sané, aber ein ebenfalls überdurchschnittlicher Kicker, der dem Rekordmeister wie der ganzen Liga definitiv gut zu Gesicht steht.

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Überhaupt hatte man den Eindruck, dass sich die Klubs im deutschen Fußballoberhaus diesmal mehr wehrten und kämpften als zuletzt. Zum einen, um nicht weitere Topstars nach England, Spanien oder (Achtung!) sogar wieder Italien zu verlieren. Die Topklubs konnten die meisten ihrer Topspieler halten, obwohl die Verlockungen groß waren - man denke an Kai Havertz, Timo Werner oder Jadon Sancho, um nur drei Beispiele zu nennen. Zudem haben viele Vereine ihre Kader nicht nur in der Spitze, sondern auch in der Breite verstärkt. Das macht durchaus Hoffnung, auch für die europäischen Wettbewerbe.