25. Juni 2018 / 11:36 Uhr

Kommentar: Was Robert Lewandowski zum Weltstar fehlt

Kommentar: Was Robert Lewandowski zum Weltstar fehlt

Tom Vaagt
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bei Robert Lewandowski klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander – meint SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt.
Bei Robert Lewandowski klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander – meint SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt. © 2018 Getty Images
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Schluss, aus, vorbei. Der WM-Auftritt von Robert Lewandowski war kurz und schwach. Statt von Real Madrid zu träumen, sollte der polnische Stürmer zu Demut zurückfinden, meint SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt.

Robert Lewandowski mag sich das alles so schön ausgemalt haben. Ein paar WM-Tore, ein Vorrunden-Durchmarsch mit Polen, dann ein exorbitant hohes Gehaltsangebot von einem der ganz, ganz großen Klubs und schließlich nichts wie weg vom FC Bayern. Möglichst zu Real Madrid. Dorthin, wo nicht nur der Euro noch ein wenig mehr schillert als anderswo. So weit der Plan. An der Umsetzung des Vorhabens haperte es dann aber gewaltig. Polen ist raus, und von dem Lewandowski mit der sonst so breiten Brust bleibt eigentlich nur ein hängender Kopf in Erinnerung. Statt von Real zu träumen, muss sich der Mittelstürmer die Frage gefallen lassen: Reicht es so überhaupt noch für die Bayern? Auch in München war er in den letzten großen Spielen immer wieder abgetaucht.

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Robert Lewandowski ist raus! Der Stürmerstar des FC Bayern ist sang- und klanglos ausgeschieden. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Reaktionen der internationalen Presse. Zur Galerie
Robert Lewandowski ist raus! Der Stürmerstar des FC Bayern ist sang- und klanglos ausgeschieden. Der SPORTBUZZER zeigt die Reaktionen der internationalen Presse. ©

Klar, Lewandowskis Spielgefährten in Polens Nationalteam sind im Schnitt nicht gerade mit überragendem Talent gesegnet. Das macht es schwierig. Aber: Lewandowski trägt die Binde. Er ist der unumstrittene Star. Ein Mann, der Hoffnungen trägt – und unter dieser Last am Ende zusammenbrach. Mitreißend waren weder sein Spiel für die Fans noch sein Auftreten für die Kollegen. Zu wenig für große Träume. Nicht genug für Real Madrid. In der Sommerpause hat Lewandowski nun viel Zeit. Um zu reflektieren. Und um zu einem Gefühl zurückzufinden, dass die wirklich Großen ausmacht: Demut.