30. Mai 2022 / 19:57 Uhr

Kommentar zum Wechsel-Ärger um Robert Lewandowski: Der FC Bayern muss jetzt hart bleiben

Kommentar zum Wechsel-Ärger um Robert Lewandowski: Der FC Bayern muss jetzt hart bleiben

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robert Lewandowski will den FC Bayern verlassen, der FCB pocht aber auf den gültigen Vertrag des Weltfußballers. RND-Sportchef Heiko Ostendorp fordert die Bayern auf, hart zu bleiben.
Robert Lewandowski will den FC Bayern verlassen, der FCB pocht aber auf den gültigen Vertrag des Weltfußballers. RND-Sportchef Heiko Ostendorp fordert die Bayern auf, hart zu bleiben. © IMAGO/Kirchner-Media
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Bayern-Superstar Robert Lewandowski drängt auf einen sofortigen Wechsel, der Verein will den Weltfußballer aber nicht ziehen lassen. RND-Sportchef Heiko Ostendorp fordert vom FC Bayern eine klare Kante.

Dass mit David Alaba und Toni Kroos zwei ehemalige Bayern-Stars am vergangenen Wochenende in der Startelf von Real Madrid standen und am Ende nach dem Sieg gegen Liverpool im Champions-League-Finale den Henkelpott holten, muss den Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters wehgetan haben. Bei beiden entschied man sich am Ende gegen eine angepeilte Vertragsverlängerung und wollte den opulenten Gehaltsforderungen der Leistungsträger nicht nachkommen.

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Bei Robert Lewandowski hat der FC Bayern den Zeitpunkt verpasst, um den Rekordtorjäger bis zu dessen Karriereende an den Klub zu binden. Man hat ihn durch unzureichende Wertschätzung und Buhlen um andere Knipser sogar dermaßen vergrault, dass dieser sofort weg will und knallhart sagt: "Meine Zeit bei Bayern ist vorbei. Ich kann mir keine weitere gute Zusammenarbeit vorstellen." Es riecht - mal wieder - nach Ärger. Allerdings liegt Lewandowski mit einer Einschätzung komplett daneben: "Ein Transfer ist für alle Seiten die beste Lösung. Ich hoffe, dass sie mich nicht behalten werden, weil sie es können."

Oliver Kahn muss Taten folgen lassen

Doch genau DAS sollten die FCB-Bosse machen - und zwar WEIL es für den Klub derzeit KEINE bessere Lösung gibt, als Lewandowski noch bis zu dessen Vertragsende 2023 zu behalten. Eine ernsthafte Alternative zum Weltfußballer ist aktuell nicht in Sicht, selbst Verpflichtungen wie die von Sadio Mané und/oder Sasa Kalajdzic wären weitere Ergänzungen zu anderen Offensivstars, aber kein Lewy-Ersatz.

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Oliver Kahn muss dem "Basta", welches er hinter seine "Robert hat einen Vertrag"-Äußerung setzte, und seiner jüngsten Äußerung "Wertschätzung ist keine Einbahnstraße" nun Taten folgen lassen. Er darf sich - aller Lewandowski-"Drohungen" zum Trotz - nicht beirren lassen, in dem Wissen, dass der ehrgeizige Pole spätestens dann wieder seinen Fokus auf Tore legen wird, wenn die neue Saison beginnt.

Bayern muss aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, denn bei Kroos und Alaba war die gezeigte Härte ein schlechter Ratgeber - beide hätte der Klub gut gebrauchen können. Bei Lewandowski wäre sie es aber sehr wohl, denn einen Stürmer seiner Klasse braucht Bayern unbedingt.