05. August 2020 / 18:51 Uhr

Kommentar nach der Werder-Absage von Max Kruse: Warum eigentlich nicht der BVB?

Kommentar nach der Werder-Absage von Max Kruse: Warum eigentlich nicht der BVB?

Stefan Döring
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Max Kruse wäre eine gute Kader-Ergänzung für Borussia Dortmund, meint SPORTBUZZER-Redakteur Stefan Döring.
Max Kruse wäre eine gute Kader-Ergänzung für Borussia Dortmund, meint SPORTBUZZER-Redakteur Stefan Döring. © imago images, Montage
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Max Kruse hat Werder Bremen abgesagt und wird nicht an die Weser zurückkehren. Der ehemalige deutsche Nationalspieler sucht laut Werder-Boss Frank Baumann eine „neue Herausforderung“. Die könnte er bei Borussia Dortmund finden, findet SPORTBUZZER-Redakteur Stefan Döring.

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Es war für mehrere Wochen ein Traum für viele Fans von Werder Bremen: Max Kruse kehrt zurück an seine alte Wirkungsstätte. Doch diese Träume platzten am Mittwochnachmittag. Bremens Sportchef Frank Baumann verkündete: „Wir haben uns in den vergangenen Wochen und Tagen damit beschäftigt, aber er will was anderes machen. Wir können damit gut leben.“ Noch interessanter allerdings, waren die Sätze, die er nachschob. „Max sind andere Dinge wichtiger als ein gewohntes Umfeld. Er sucht die neue Herausforderung.“

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Warum sollte diese nicht bei Borussia Dortmund liegen? Schon 2019 sollen die Dortmunder Interesse an ihm gehabt haben. Stattdessen zog es ihn zu Fenerbahce Istanbul, wo er seinen Vertrag vor einigen Wochen aufgekündigt hatte. Somit ist er für den BVB wohl ablösefrei zu haben – und die perfekte Ergänzung für den Kader.

Kruse wäre eine gute Kader-Ergänzung für den BVB

Sein Gehalt dürfte für die Schwarz-Gelben durchaus zu stemmen sein und sportlich könnte er ins Profil passen. Der BVB will laut letzten Aussagen von Sportdirektor Michael Zorc keinen reinen zweiten Stürmer holen - aber Kruse ist ein Spielertyp, der sich gern zwischen den Reihen bewegt, und auch einmal den Abschluss sucht. Ein Offensivallrounder also. Zudem ist Kruse meinungsstark und einer jener „Typen“, die beim BVB oft vermisst wurden. Mit Mats Hummels und Emre Can hatte sich der BVB im vergangenen Jahr zwei Spieler geholt, die vorweg gehen. Mit Kruse könnte man nun einen weiteren Spieler dieses Kalibers holen. Von ihm könnten die jungen Offensivtalente um Gio Reyna und Erling Haaland lernen.

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Und auch für Kruse selbst wäre die Option BVB lohnenswert. Gegen Ende seiner Karriere würde er noch einmal Champions League spielen. Zudem könnte er durch den langfristigen Ausfall von Kapitän Marco Reus auf Spielzeit kommen. Dennoch ist Kruse ein Typ, der mit seinen 32 Jahren vermutlich nicht mehr jedes Spiel über 90 Minuten bestreiten muss. Das weiß auch er selbst. Eine starke Ergänzung für seinen BVB-Kader wäre er allemal. Die Verantwortlichen sollten sich mit ihm definitiv beschäftigen.