27. September 2022 / 11:30 Uhr

Kommentar: 57 Tage vor WM-Start heißt die Hoffnung des DFB-Teams Jamal Musiala

Kommentar: 57 Tage vor WM-Start heißt die Hoffnung des DFB-Teams Jamal Musiala

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
RND-Sportchef Heiko Ostendorp hofft auf weitere starke Spiele von Jamal Musiala im Trikot der deutschen Nationalmannschaft.
RND-Sportchef Heiko Ostendorp hofft auf weitere starke Spiele von Jamal Musiala im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. © IMAGO/Matthias Koch (Montage)
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Es sollte die Wiedergutmachung für die Ungarn-Pleite werden, am Ende bleiben aber viele Zweifel nach dem 3:3-Remis der deutschen Nationalmannschaft in England. Die größte Hoffnung mit Blick auf den WM-Start in 57 Tagen verbreitet der 19 Jahre alte Jamal Musiala, meint RND-Sportchef Heiko Ostendorp. 

Natürlich gibt es positive Erkenntnisse nach dem 3:3 der deutschen Nationalmannschaft in England zum Abschluss der Nations League – unter dem Strich bleibt aber auch stehen, dass die Mannschaft von Hansi Flick nur eine von sechs Partien gewann, beim 5:2 gegen Gruppensieger Italien.

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Marc-André ter Stegen zeigte, dass er ein perfekter Ersatz für Kapitän Manuel Neuer ist, Ilkay Gündogan übernahm beim Elfmeter zum 0:1 Verantwortung, Kai Havertz holte sich mit einem Doppelpack samt Traumtor Selbstvertrauen. Und mit Jamal Musiala hat Deutschland einen echten Hoffnungsträger, dessen Stern bei der Winter-WM auf größtmöglicher Bühne komplett aufgehen könnte. Der 19-Jährige glänzte als Balleroberer, mutiger Dribbler und Vorbereiter und bewies einmal mehr, dass er trotz seines jungen Alters unverzichtbar ist – auf welcher Position auch immer.

Beim 0:2 zeigte sich zudem, dass Deutschland in der Lage ist, effektiv und schnell zu kontern, Timo Werner mit seiner Übersicht zumindest ein toller Teamplayer sein kann, wenn er schon nicht selbst trifft und zu selten abschließt.

Allerdings legte das Remis im Klassiker in Wembley erneut die DFB-Schwächen offen. Alte, bekannte Probleme, die sich mit denen zum Ende der Ära von Flick-Vorgänger Joachim Löw erschreckend ähneln: Oft zu wenig Kreativität, noch immer keine fehlerfreie Defensive, noch immer kein Mittelstürmer.

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Bayern-Block muss ins Rollen kommen

Einen Hoffnungsschimmer bietet immerhin ein Blick auf die anderen Top-Nationen. Zumindest in Europa sind auch Titelkandidaten wie Spanien, Frankreich oder England (noch) weit weg von WM-Form – genau wie Flicks Truppe.

Der Bundestrainer muss nun in den extrem intensiven kommenden Wochen bis zum Beginn der Endrunde in Katar die Daumen drücken, dass keine Stammkräfte ausfallen und sein Bayern-Block um Neuer und Thomas Müller wieder ins Rollen kommt. Stand jetzt bleibt ansonsten nur die Hoffnung auf eine weitere Explosion von Jamal Musiala.

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