12. Juli 2021 / 08:31 Uhr

Kommentar zum EM-Finale: Darum ist Italien der verdiente Europameister

Kommentar zum EM-Finale: Darum ist Italien der verdiente Europameister

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Italien hat sich den EM-Titel verdient gesichert, kommentiert RND-Sportchef Heiko Ostendorp.
Italien hat sich den EM-Titel verdient gesichert, kommentiert RND-Sportchef Heiko Ostendorp. © Getty Images
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Italien hat sich durch den Sieg im EM-Finale gegen England zum Europameister gekrönt - und das verdient, meint RND-Sportchef Heiko Ostendorp. Die Squadra Azzurra habe bereits seit dem ersten Spiel begeistert.

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Congratulazione Italia, Glückwunsch Italien! Die Mannschaft von "Mister" Roberto Mancini ist am Ende der absolut berechtigte und verdiente Europameister. Warum? Gehen wir doch mal das ganze Turnier durch.

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Bereits im Auftaktspiel gegen die Türkei (3:0) begeisterten die Italiener mit ihrem flexiblen Mix aus Offensivpower und stabiler Defensive, aus Umschalt- und Ballbesitzspiel, sowie individueller Klasse und Teamgeist – dies zog sich so durch die gesamte EM.

Capitano Chiellini & Co wehrten sich mit Händen und Füßen

Mancini schaffte es, die Stars bei Laune zu halten und die ganze Nation mitzunehmen, die er bereits vor dem ersten Anpfiff mit einem offenen Brief hinter sich gebracht hatte. Es folgten zwei Zu-Null-Siege gegen die starken Schweizer (3:0) und die mauernden Waliser (1:0). Im Achtelfinale tat sich die Squadra Azzurra gegen Österreich zwar schwer, siegte schlussendlich aber genauso verdient wie im Viertelfinale gegen den Mitfavoriten aus Belgien. Und als Spanien in der Vorschlussrunde das bessere Team war, wehrten sich Capitano Chiellini & Co. mit Händen und Füßen und zeigten, dass sie auch Widerständen trotzen können. Genau wie im Endspiel nach dem frühen Rückstand.

Vor drei Jahren lag die stolze Fußballnation in Trümmern, verpasste die WM. Jetzt ist Italien Vorbild für taumelnde Großmächte wie Deutschland. „Auf die Zukunft setzen ohne die Vergangenheit ruhen zu lassen“, so das Motto. Mancini hat es perfekt umgesetzt.