15. März 2019 / 14:55 Uhr

Kommentar zur DFB-PK: Joachim Löw lässt erneut Fragen offen

Kommentar zur DFB-PK: Joachim Löw lässt erneut Fragen offen

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw wirkte im Rahmen der Pressekonferenz in Frankfurt nachdenklich und fokussiert zugleich.
Bundestrainer Joachim Löw wirkte im Rahmen der Pressekonferenz in Frankfurt nachdenklich und fokussiert zugleich. © Andreas Gebert/dpa
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Bundestrainer Joachim Löw stand bei der ersten DFB-Pressekonferenz 2019 Rede und Antwort, ließ ein paar offene Fragen in Bezug auf das Aus des Bayern-Trios und der Torwartfrage aber im Raum stehen. Ein Kommentar von SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp.

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Mit 44 Minuten Verspätung begann die erste Pressekonferenz des DFB 2019 - es passte irgendwie ins Bild, dass Joachim Löw aufgrund einer Verzögerung bei der Anreise unpünktlich in der Frankfurter Verbandszentrale erschien. Es erweckt immer noch den Anschein, als ob vieles nicht rund läuft, es noch an diversen Ecken ruckelt und rappelt beim und rund ums Nationalteam.

Löw steckt Kritik weg

Mit der Ausbootung der drei Weltmeister Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller hatte Löw vergangene Woche eine Bombe platzen lassen - die Aufregung und den Wirbel steckte er recht locker weg. Kritik kennt er, Kritik kann er ab. Doch so souverän wie er Nachfragen teilweise wegmoderierte, so merkwürdig war es, dass der Bundestrainer erneut einige Fragen unbeantwortet lies.

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Tor: #1 Manuel Neuer (FC Bayern München) ©
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Er habe die drei Bayern-Profis „nicht verbannt“ sagte Löw, aber ihnen dennoch mitgeteilt, dass er „ohne sie plane“. Dies gelte sowohl für die Quali als auch für die EM. Andererseits betonte er, dass er nicht wisse, „was in einem Jahr passiere“ und ihm die Spieler (zumindest Hummels und Müller) versichert hätten, dass sie weiterhin zur Verfügung stünden.

Torwartfrage nicht endgültig geklärt

Auch die Torwartfrage klärte Löw erneut nicht endgültig. „Manu ist aktuell unsere Nummer eins“, sagte er. Aber es gäbe wie auf allen Positionen einen knallharten Konkurrenzkampf, dem sich auch Neuer stellen müsse. Heißt im Klartext eigentlich: Ist Marc-André ter Stegen besser, wird er künftig auch spielen.

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Mit Werders Maximilian Eggestein, Herthas Niklas Stark und Leipzigs Lukas Klostermann hat Löw drei Neulinge berufen, den Umbruch weiter fortgesetzt und angekündigt, dass er Verantwortung neu verteilen und auf eine andere Spielweise setzen will - alles gut und richtig. Für komplette Klarheit zu sorgen, hat der Bundestrainer allerdings erneut verpasst. Schade eigentlich.

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