28. Februar 2017 / 10:22 Uhr

Kommt die DFB-Einladung für RB Leipzigs Werner?

Kommt die DFB-Einladung für RB Leipzigs Werner?

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
Timo Werner RB Leipzig Torjubel
Timo Werner bejubelt sein Tor im Spiel gegen den 1. FC Köln. © GEPA Pictures
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Im März wird der Topstürmer der Messestädter 21 Jahre alt – und könnte sein Debüt in Jogi Löws Auswahl feiern

Leipzig/München. Deutschlands Top-Torjäger Timo Werner erhofft sich eine Einladung in die Nationalmannschaft im kommenden Monat. Der Fußballer von RB Leipzig geht aber selbst im Moment nicht davon aus. „Rechnen tue ich damit nicht. Aber ich wünsche es mir“, sagte der Stürmer des Bundesliga-Zweiten in einem Interview des Fachmagazins „Kicker“. „Jeder Fußballer wünscht sich, mal zur Nationalmannschaft eingeladen zu werden. Ziele wachsen Stück für Stück. Siehe RB Leipzig.“

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Werner wechselte im Sommer 2016 vom Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart zum Neuling RB. Mit 13 Toren ist er derzeit der beste deutsche Angreifer der Liga, weitere sechs Treffer bereitete Werner vor. In den Junioren-Mannschaften des DFB absolvierte er schon 48 Spiele und erzielte 34 Tore. Am kommenden Montag wird Werner 21 Jahre alt.

Im Moment geht Werner davon aus, dass er am 22. März entweder zu Hause oder bei der U21 sein wird. Nicht aber bei der Partie von Weltmeister Deutschland gegen England in Dortmund. Dass Bundestrainer Joachim Löw ihm jüngst attestierte, einmal Weltklasse werden zu können, bezeichnete Werner als Ehre. „Bis dahin ist es aber noch ein sehr großes Stück Arbeit. Aber eine solche Aussage ist natürlich ein Ansporn.“

Vermutlich am 17. März, elf Tage nach Werners 21. Geburtstag, dürfte Joachim Löw den Kader für die Testpartie gegen die Engländer und das WM-Qualifikationsmatch in Aserbaidschan (26. März) bekannt geben.

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Jogi Löw RB Leipzig Tribüne
Beobachtete Timo Werner im Spiel gegen Hoffenheim am 27. Januar: Bundestrainer Jogi Löw. © GEPA Pictures

Zweifel an den Qualitäten des 1,80 Meter großen Stürmers sind derzeit nicht angebracht, selbst wenn er nicht von allen Fans in allen Stadion willkommen geheißen wird. Die Schwalbe gegen Schalke vom 3. Dezember verfolgt Werner. Fällt Werner jetzt, wird jede Berührung öffentlich hinterfragt, so auch nach dem Spiel gegen den 1. FC Köln am vergangenen Wochenende. „Es gibt viel routiniertere Spieler, die an so einer Situation zerbrechen würden“, sagte Werners Vereins-Coach Ralph Hasenhüttl am Sonntag in München beim Sky-90-Fußballtalk. Werner betonte: „Spieler aus anderen Clubs, die in ähnliche Situationen verwickelt waren, wurden nicht ausgepfiffen, das ist mir im Grunde aber auch egal.“

Mit der Empfehlung von 14 Toren in 101 Spielen war Werner im Sommer vergangenen Jahres vom Absteiger VfB Stuttgart zum Aufsteiger RB Leipzig gewechselt. Am 17. August 2013 hatte er für die Schwaben in der Bundesliga debütiert – mit 17 Jahren und 163 Tagen und damit als jüngster Spieler, der je für den VfB im Oberhaus auflief.

Mit dem Ziel Stammplatz sei er nach Leipzig gewechselt. Binnen kürzester Zeit war Werner nicht mehr wegzudenken aus dem Team des Tabellenzweiten. „Jetzt bin ich wieder der ‚alte’ Timo Werner“, sagte er dem „Kicker“. Körperlich habe er sich verbessert, auch im taktischen Verhalten, erklärte der 75 Kilogramm schwere Angreifer. Der Attacke-Stil der Leipziger passt perfekt zur Dynamik des Angreifers – oder auch umgekehrt.

"Timo ist momentan die beste Aktie im deutschen Fußball, was die Stürmer anbetrifft." (Hasenhüttl bei Sky)

Für seine 13 Tore (bei 53 Torschüssen) im RB-Trikot benötigte Werner gerade mal 21 Einsätze. Zudem bereitete Werner vier der 41 Leipziger Tore vor. Selbst wenn die Nationalmannschaft anders spiele als RB – so meint Ralph Hasenhüttl doch: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er einer Mannschaft nicht gut tut.“ Zum Beispiel finde Werner mittlerweile im Strafraum auch Lösungen, wenn er mit dem Rücken zum Tor stehe.

Der RB-Coach hinterließ in der TV-Runde einen souveränen Eindruck, erst recht bei kritischen Fragen rund um RB. Dies wurde auch von vielen TV-Zuschauern so bewertet. Einer twitterte während der Sendung: „Alles, was Herr Hasenhüttl sagt, hat Hand und Fuß. Sehr sympathisch.“

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