29. Mai 2020 / 18:33 Uhr

Kommt Marek Mintal zum 1. FC Lok Leipzig? Das Phantom ist heißer Trainerkanididat

Kommt Marek Mintal zum 1. FC Lok Leipzig? Das Phantom ist heißer Trainerkanididat

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Marek Mintal saß in der vergangenen Saison beim Bundesligaspiel Fortuna Düsseldorf gegen 1. FC Nürnberg als Co-Trainer auf der Gästebank.
Marek Mintal saß in der vergangenen Saison beim Bundesligaspiel Fortuna Düsseldorf gegen 1. FC Nürnberg als Co-Trainer auf der Gästebank. © (c) Copyright 2019, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Der aktuelle Coach des 1. FC Nürnberg II hat eine bewegte Vergangenheit. Er absolvierte 45 Länderspiele für die Slowakei, war Torschützenkönig der Bundesliga, kennt Wolfgang Wolf ganz gut. Jetzt soll der Sportdirektor von Lok Leipzig die Nürnberger Legende als Trainer ins Bruno-Plache-Stadion locken.

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Leipzig. Nimmt in der nächsten Saison das „Phantom“ auf der Trainerbank des 1. FC Lok Leipzig Platz? Der Slowake Marek Mintal (42), Coach der Amateure des 1. FC Nürnberg in der Regionalliga Bayern, ist heißer Kandidat für den Cheftrainer-Posten der Lokomotive. Wie der Sportbuzzer aus heißer Quelle erfahren hat, ist Mintal der Top-Kandidat für die Nachfolge von Wolfgang Wolf (62).

Es wäre ein Wiedersehen alter Weggefährten. Marek Mintal und Wolfgang Wolf – das passt wie Ribéry und Robben, wie Mintzlaff und Mateschitz, wie Butter auf der Brezel. Gemeinsam feierte das Duo beim Club aus Nürnberg erfolgreiche Zeiten, Jahre später trafen sich beide für eine Halbserie bei Hansa Rostock wieder. Unter dem erfahrenen Pfälzer blühte der bescheidene Slowake auf. Wolf stellte das „Phantom“, wie die Clubberer ihren torgefährlichen Liebling nannten, in 89 Spielen beim FCN und Hansa auf, Mintal zahlte es mit der beeindruckenden Quote von 50 Toren und 16 Assist zurück.

DURCHKLICKEN: Sie trainierten die Probstheidaer von 1991 bis heute

Jürgen Sundermann - 28. Mai 1991 bis 30. Juni 1993 Zur Galerie
Jürgen Sundermann - 28. Mai 1991 bis 30. Juni 1993 ©

Unter der Regie Wolfs schlüpfte der zweifache slowakische „Fußballer des Jahres“ in die Fußstapfen von Rudi Völler und wurde in der 2. Liga wie auch im Jahr darauf in der Bundesliga Torschützenkönig. Eine herausragende Zusammenarbeit, die in Probstheida unter Sportdirektor Wolf fortgeführt werden soll. Womöglich sogar in der Regionalliga, falls die Aufstiegsspiele gegen Verl nicht von Erfolg gekrönt sein sollten.

Ein Händchen für junge Talente

Wolf sagte dem SPORTBUZZER unter der Woche: „Ich suche einen Trainer, der in beide Ligen passt.“ Die A-Lizenz hat Mintal schon länger, seit Februar 2020 ist der Slowake auch im Besitz des für die 3. Liga obligatorischen Fußball-Lehrers.

Mintal sammelte seit 2013 bei seinem Herzensclub Nürnberg Trainererfahrungen. Er unterstützte Gertjan Verbeek, Valerien Ismael oder Pellegrino Matarazzo als Assistent. Seit dieser Saison trainiert er die FCN-Reserve. Dabei beweist er ein Händchen für junge Talente. Mit einem Altersdurchschnitt von 20,8 Jahren führte er die Club-Bubis auf Platz drei der Regionalliga Bayern – kein Team erzielte mehr Tore. Ein Argument für Mintal lieferte Wolf schon 2012 in Rostock: „Er ist lebensgefährlich für die Gegner.“

Weitere Meldungen zum 1. FC Lok Leipzig

Am Freitag erwähnte der Pfälzer seinen einstigen Lieblingsstürmer auch im „Sport-im-Osten-Talk“ des MDR – als einen der Spieler, mit denen er besonders gern zusammengearbeitet hat. Ein Wink mit dem Zaunpfahl?

Ein anderer Anwärter für den Lok-Trainerposten ist laut „Bild“ Sven Körner (37). Am Montag löste dieser seinen Vertrag bei Ligakonkurrent Germania Halberstadt auf, er soll neben Mintal einer von drei Kandidaten in Probstheida sein.