11. November 2022 / 07:04 Uhr

Kompetenz, Kommunikation und Co.: Worauf es Gladbach-Trainer Farke beim Umgang mit Spielern ankommt

Kompetenz, Kommunikation und Co.: Worauf es Gladbach-Trainer Farke beim Umgang mit Spielern ankommt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Daniel Farke ist seit Sommer Trainer von Borussia Mönchengladbach.
Daniel Farke ist seit Sommer Trainer von Borussia Mönchengladbach. © IMAGO/Eibner (Montage)
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Seit Sommer ist Daniel Farke Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach, steht mit seinem neuen Klub auf Platz neun in der Bundesliga. Im Vorfeld des letzten Spiels vor der WM gegen Borussia Dortmund spricht der 46-Jährige im RND-Interview über seine Strategie, um in die Köpfe und Herzen der Profis zu gelangen.

19 Punkte nach 14 Spielen, Platz neun in der Bundesliga – die Bilanz von Trainer Daniel Farke seit seinem Amtsantritt bei Borussia Mönchengladbach im Sommer liest sich durchwachsen. Im letzten Duell der Gladbacher vor der vom 20. November bis 18. Dezember stattfindenden Weltmeisterschaft in Katar wartet am Freitag mit Borussia Dortmund (20.30 Uhr, Sat.1 und DAZN) eine große Herausforderung auf den 46-Jährigen und sein Team. Abseits des rein Sportlichen empfindet Farke aber auch den Umgang mit seinen Spielern, die unterschiedlich ticken, als komplexes Unterfangen. "Ich glaube nicht, dass es eine Art Pauschalrezept gibt", sagte der Cheftrainer im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschlands (RND+), zu dem auch der SPORTBUZZER gehört.

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So brauche ein Trainer zunächst "fachliche Kompetenz", erklärt der Gladbach-Coach weiter: "Die Jungs merken sofort, ob derjenige, der ihnen da etwas über Fußball erzählt, das Spiel verstanden hat oder nicht." In seinem Kader mit Akteuren wie Routinier und Kapitän Lars Stindl (34 Jahre) oder etwa jungen Spielern wie dem 19 Jahre alten Luca Netz gebe es zudem "ganz unterschiedliche Typen", die es auf einen Nenner zu bringen gilt. "Bei einem gerade einmal 18-Jährigen ist eine ganz andere Ansprache gefragt als beim 35-jährigen Familienvater mit drei Kindern. Und um das hinzubekommen, braucht es natürlich auch Empathie und emotionale Intelligenz", so Farke über seine Strategie.

Denn: Auch unabhängig vom Alter gebe es generationenübergreifend Spieler, "die ein bisschen einfacher gestrickt" und andere, die "hochintelligent oder intellektuell veranlagt sind". Der Trainer sei daher gefordert, "eine hohe Vermittlungskompetenz" an den Tag zu legen. Mit dieser Basis wolle Farke, der seine Mannschaft nach dem empfindlichen 1:2 gegen Kellerkind VfL Bochum noch harsch kritisiert hatte, ein "einfaches Spiel" aufziehen. Gegen den BVB soll das am Freitag im Idealfall zum sechsten Saisonsieg führen.

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