10. Januar 2022 / 17:24 Uhr

Komplette Tischtennis-Saison? Neuhaus-Kapitän glaubt nicht daran

Komplette Tischtennis-Saison? Neuhaus-Kapitän glaubt nicht daran

Andreas Vogel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Noch zwei oder doch volle zwölf Spiele? Gabor Nagy (r.) und Niklas Beliaev von Verbandsligist SSV Neuhaus wissen noch nicht, wie es weitergeht.
Noch zwei oder doch volle zwölf Spiele? Gabor Nagy (r.) und Niklas Beliaev von Verbandsligist SSV Neuhaus wissen noch nicht, wie es weitergeht. © Britta Schulze
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Bis Ende Januar ist der Spielbetrieb im Tischtennis-Verband Niedersachsen noch unterbrochen. Wie es dann von der Verbandsliga bis hinunter in die Kreisklassen weitergeht, darüber soll in der nächsten Woche beraten werden. Auch Verbandsligist SSV Neuhaus wird die Entscheidung mit Spannung verfolgen. Das Team befindet sich mitten im Aufstiegskampf.

Dem Spitzenreiter sitzen sie im Nacken, auf den Tabellendritten haben sie ein kleines Polster: Die Tischtennisspieler des SSV Neuhaus haben sich in der Verbandsliga auf Relegationsplatz zwei festgesetzt, befinden sich mitten im Kampf um den Oberliga-Aufstieg. Ob nach dem Re-Start der vorerst bis Ende Januar Corona-bedingt unterbrochenen Saison nur noch zwei oder insgesamt zwölf Partien warten, soll sich in der kommenden Woche entscheiden, wenn der Tischtennis-Verband darüber berät, wie es von der Verbandsliga bis runter in die Kreisklassen weitergehen soll.

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Kommt eine komplette Serie zustande, oder werden nur noch die fehlenden Partien der Hinrunde ausgetragen, die der bisherigen Saisonunterbrechung zum Opfer gefallen waren? Feststeht, dass in beiden Fällen die bereits erfolgten Mannschaftsmeldungen und erteilten Spielberichtigungen für die restlichen Begegnungen gelten. SSV-Kapitän Gabor Nagy hält ein schmales Programm für realistisch: „Ich glaube eher, dass wir aufgrund der Termin-Knappheit im Frühjahr keine komplette Hin- und Rückrunde mehr austragen werden.“

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Für die Neuhäuser wären dann nur noch die ausstehenden zwei Partien gegen den SC Marklohe II und den MTV Wolfenbüttel auszutragen. Bis zur Saison-Unterbrechung Anfang Dezember erspielte der SSV mit starken Vorstellungen 14:2 Zähler, ist damit Zweiter hinter Topfavorit MTV Eintracht Bledeln II (17:1). Im Spitzenspiel am 10. Oktober unterlag Neuhaus nach einem beherzten Kampf knapp mit 7:9 - die bis heute einzigen Verlustpunkte der Spielzeit. Gegenüber dem Tabellendritten TTV 2015 Seelze (13:5) hat Neuhaus gute Karten, um Rang zwei - und damit den Platz für die Aufstiegsrelegation - zu verteidigen. Aber: „Wir müssen abwarten, wie der Spielbetrieb ab Februar weitergehen wird. Angesichts der Spielstärke von Bledeln II ist die Meisterschaft für uns ziemlich unrealistisch. Aber wie auch immer die Saison zu Ende gespielt wird, am Ende wäre Rang zwei ein toller Erfolg für uns“, so Nagy.


In herausragender Verfassung präsentierte sich bislang SSV-Spitzenspieler Niklas Beliaev, der mit 13:1-Siegen der stärkste Spieler der Verbandsliga war. Gewohnt zuverlässig zeigte sich Aufschlagskünstler Uwe Bertram (12:2-Erfolge im mittleren Paarkreuz), seine Spielposition mit der bisherigen Nummer 2, Serkan Ceylan (7:9 Siege), tauscht. Eine weitere Bank war Nagy (11:2-Erfolge), der zudem mit 9:1-Siegen mit Beliaev die Doppel-Rangliste dieser Staffel anführt.

In der Rückrunde muss Neuhaus allerdings weiterhin auf Ex-Regionalliga-Akteur Tobias Nehmsch verzichten, der beruflich in Prag ist. Nehmsch dürfte aber voraussichtlich für die Relegationsspiele am 7./8. Mai wieder zur Verfügung stehen. Ein Einsatz von Stefan Kohl (Nummer 6) bleibt wegen seiner Fußverletzung weiterhin fraglich. Für Nehmsch und Kohl bekommen deshalb Jonathan Aretz und Nils Baartz aus der Bezirksoberliga-Reserve ihre regelmäßigen Einsatzzeiten in der Verbandsliga.