04. Mai 2022 / 13:00 Uhr

Komplizierte Anreise, kein Bier im Stadion: Rund 1000 Fans begleiten RB Leipzig nach Glasgow

Komplizierte Anreise, kein Bier im Stadion: Rund 1000 Fans begleiten RB Leipzig nach Glasgow

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
James Tavernier und die Glasgow Rangers erwarten RB Leipzig zum Europa-League-Halbfinalrückspiel im legendären Ibrox Stadium
James Tavernier und die Glasgow Rangers erwarten RB Leipzig zum Europa-League-Halbfinalrückspiel im legendären Ibrox Stadium © Getty Images
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Die Glasgow Rangers hoffen auf eine magische Europapokal-Nacht, setzen dabei vor allem auf ihre Fans. Auch RB Leipzig will bei den Schotten Historisches schaffen. Rund 1000 Anhängerinnen und Anhänger begleiten den Bundesligisten, der sein Ticket-Kontingent damit nicht ausschöpft.

Leipzig. Mit dem 1:0-Erfolg aus dem Hinspiel im Rücken will RB Leipzig am Donnerstag bei den Glasgow Rangers ins Finale der Europa League einziehen. Im legendären Ibrox Stadium – erbaut 1899 – erwartet die Sachsen ein heißer Tanz. Die Fans der „The Gers“ gelten als lautstark, unterstützen ihr Team bedingungslos und vor allem lautstark. 50.817 von ihnen fasst das drittgrößte Fußballstadion Schottlands. Die Atmosphäre dürfte ohrenbetäubend werden.

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Leipzig - Frankfurt - Edinburgh - Glasgow

Wieviel die mitgereisten RB-Anhängerinnen und -Anhänger dazu beitragen können und werden, bleibt abzuwarten. Der Bundesligist schöpft das Kartenkontingent nicht aus. Fünf Prozent der Tickets stehen in der Europa League dem Gastverein zu. Das wären im Ibrox etwa 2500 gewesen. Rund 1000 machen sich nach RB-Angaben auf den Weg gen Glasgow, 400 davon per Fanreise in zwei eigens gecharterten Fliegern. Die heben am Donnerstag um 9 Uhr vom Flughafen Leipzig/Halle ab, landen am folgenden Morgen gegen 7.30 Uhr wieder.

DURCHKLICKEN: Einige Bilder aus dem Hinspiel

Glücklich aber verdient: RB Leipzig setzt sich im Halbfinale der Europa League mit 1:0 durch und hat sich eine ordentliche Ausgangsposition für das Rückspiel erarbeitet. Zur Galerie
Glücklich aber verdient: RB Leipzig setzt sich im Halbfinale der Europa League mit 1:0 durch und hat sich eine ordentliche Ausgangsposition für das Rückspiel erarbeitet. ©

Wer sich gegen den intensiven Kurztrip ohne Übernachtung und für die individuelle Anreise entschieden hat, muss zunächst ins Auto oder den Zug steigen. Denn Direktflüge nach Schottland gibt es im normalen Linienverkehr am hiesigen Airport nicht. Die Lufthansa fliegt ab Frankfurt/M. zweimal täglich nach Edinburgh und mindestens einmal täglich nach Glasgow. Ryanair bringt Passagiere ab Berlin (BER) einmal am Tag nach Edinburgh. Möglich wäre auch ein Start in München. Wer zunächst in die schottische Hauptstadt fliegt, für den geht es am besten per Zug weiter. Eine bis eine anderthalbe Stunde dauert die Fahrt. Rund 20 Euro werden dafür fällig.

Pints für fünf Euro

Am Spielort angekommen, gibt es für die RB-Fans viel zu entdecken. Glasgow ist mit mehr als 630.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die drittgrößte Stadt Großbritanniens und vor dem Anpfiff definitiv eine kleine Erkundungstour wert. Das geht am besten per U-Bahn (Tagesticket rund 5 Euro) oder per Bus (Tagesticket zwischen 3,50 und 5,50 Euro). Bummeln lässt es sich am besten in der Buchanan Street, einer der belebtesteten Straßen Glasgows. Wem der Sinn nach einem Einkaufsbummel steht, der ist im Princes Square Shopping Centre richtig. Kunst- und Kultur-Interessierte könne diverse Museen besuchen. Meist ist der Eintritt frei. Sehenswert ist auch die Nekropolis, in der Nähe der St. Mungo-Kathedrale. Hier finden sich rund 3500 monumentale Gräber und Mausoleen aus der viktorianischen Epoche.

Die U-Bahn ist übrigens auch der beste Weg, um das Ibrox-Stadium zu erreichen. Die Arena hat natürlich eine eigene Haltestelle. Die Tore für die Fans öffnen sich 90 Minuten vor dem Anpfiff. Wer einmal drin ist, muss auf Bier verzichten. In den schottischen Stadien gibt es keinerlei Alkohol. Warmtrinken ist also nur außerhalb des Ibrox möglich. Die Bierpreise sind von denen hierzulande nicht allzu weit entfernt. Einheimische Sorten gibt es in den Pubs für etwas mehr als fünf Euro pro Pint (etwas mehr als 0,5 Liter).