02. März 2021 / 19:57 Uhr

Königsdörffer wird bei Dynamo Dresden immer besser

Königsdörffer wird bei Dynamo Dresden immer besser

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Ransford-Yeboah Königsdörffer (links) am Ball läuft Luka Stor davon.
Für Ransford-Yeboah Königsdörffer (mi., am Ball) läuft es zur Zeit blendend - womit er Dynamo Dresden im Kampf um den Aufstieg enorm hilft. © Steffen Manig
Anzeige

Der junge Ex-Herthaner hat im Kampf um seinen Stammplatz in den letzten Wochen noch mal zugelegt. Gegen Ingolstadt ließ er es krachen.

Anzeige

Dresden. Er steckt erst in seinem zweiten Profijahr, doch schon ist er im Team von Dynamo Dresden eine feste Größe geworden: Ransford-Yeboah Königsdörffer. Mit gerade einmal 19 Jahren hat sich der gebürtige Berliner bei den Schwarz-Gelben auf Rang drei der internen Torschützenliste geschossen. Sein sehenswert herausgespieltes 2:0 beim 4:0-Heimerfolg im Spitzenspiel gegen den FC Ingolstadt war schon sein sechster Saisontreffer. Nur Christoph Daferner (9 Tore) und Philipp Hosiner (8) haben bei der SGD noch häufiger eingenetzt. Keine Frage: Königsdörffer hat die vor der Saison in ihn gesetzten hohen Erwartungen noch übertroffen.

Anzeige

Neustart bei Dynamo wird ein Erfolg

Wenn der flinke Rechtsaußen, der im Dynamo-Nachwuchs noch Mittelstürmer spielte, in dieser Saison ein Tor erzielt, dann gewinnt seine Mannschaft am Ende auch. Gegen die „Schanzer“ aus Ingolstadt traf er am vergangenen Sonnabend nicht nur selbst, er leitete mit einem Dribbling in den Strafraum auch das 1:0 ein. Ingolstadts Verteidiger Stephan Schröck wusste sich nicht anders zu helfen, als Königsdörffer im Strafraum von den Beinen zu holen. Der Elfmeter, den Heinz Mörschel zum Führungstreffer verwandelte, war schon Königsdörffers dritte Torvorbereitung – auch nicht übel für einen Jungspund, den nach langwierigen Knieproblemen 2019 im Nachwuchs von Hertha BSC keiner mehr haben wollte. Fünf Jahre lang hatte der 1,83 Meter große Offensivallrounder bei der „Alten Dame“ gekickt, dort von der Bundesliga geträumt, doch der Abschied von der Spree war für den ehemaligen U16-Nationalspieler bitter.

DURCHKLICKEN: Bilder aus dem Dynamo Training

Die Mannschaft der SG Dynamo Dresden trainierte am 02. März 2021 auf dem Gelände der Walter-Fritzsch-Akademie. Zur Galerie
Die Mannschaft der SG Dynamo Dresden trainierte am 02. März 2021 auf dem Gelände der Walter-Fritzsch-Akademie. ©

Bei Dynamo startete er in der A-Junioren-Bundesliga aber neu durch, schoss in 16 Spielen 13 Tore, wurde U19-Nationalspieler und am 20. Dezember 2019 beim 0:2 in Nürnberg erstmals vom neuen Dynamo-Cheftrainer Markus Kauczinski bei den Profis eingesetzt. Seither kamen sechs Zweitliga- und 23 Drittliga-Spiele hinzu. Kauczinski, der früher lange im Nachwuchs des Karlsruher SC gearbeitet hatte und ein gutes Auge für Talente besitzt, möchte seinen „Ransy“ nicht mehr missen. „Er hat in den letzten zwei, drei Wochen noch mal einen Sprung gemacht“, attestiert der Trainer Königsdörffer eine weitere Steigerung. Der Jungprofi sei gegen Ingolstadt noch griffiger gewesen, habe Räume gefunden und mit dem linken Fuß „ein überragendes Tor“ gemacht.

Königsdörffer dankt seinen Mitspielern

In seiner Dynamik verfüge der neue Hoffnungsträger über „außerordentliche Fähigkeiten“, so Kauczinski, der sich im Spitzenspiel aus voller Überzeugung für den jüngeren der beiden Anwärter auf die rechte Flügelposition entschied. Niklas Kreuzer, der am Mittwoch gegen Bayern II (1:1) zum Einsatz gekommen war, habe nicht nur der besseren Kräfteverteilung in der Englischen Woche wegen gegen Ingolstadt auf die Bank gemusst: „In Bezug zu Niklas hat Ransford immer noch ein bisschen die Nase vorn. Niklas hat zwei gute Spiele gemacht, besonders das erste. Auch das zweite war ordentlich, aber Ransford hat davor zehn, zwölf gute Spiele am Stück gemacht, wo zwar nicht immer ein Sahnetag dabei herausgekommen ist, er aber insgesamt eine konzentrierte Leistung gebracht hat.“

Königsdörffer (Vertrag bis 2023) freut sich über Lob von allen Seiten, aber vor allem darüber, „dass ich dem Team helfen konnte“. Sein Dank gilt den Kameraden: „Sie unterstützen mich immer – egal, was ich mache. Bei Fehlern pushen die mich wieder, deshalb läuft es auch so gut.“ Hoffentlich bleibt das noch eine ganze Weile so, denn so einem Dribbling wie vor dem 2:0 gegen den FCI zuzuschauen, ist Fußballgenuss pur.