19. Februar 2019 / 07:38 Uhr

"Können die Klasse halten": Matthias Ostrzolek will bei Hannover 96 vorangehen

"Können die Klasse halten": Matthias Ostrzolek will bei Hannover 96 vorangehen

Jonas Szemkus
Twitter-Profil
Matthias Ostrzolek will bei Hannover 96 vorangehen.
Matthias Ostrzolek will bei Hannover 96 vorangehen. © imago/DeFodi
Anzeige

Matthias Ostrzolek ist ein Abstiegskampfexperte. Mit dem FC Augsburg und dem Hamburger SV steckte der Verteidiger einst tief im Tabellenkeller - und hielt am Ende die Klasse. Jetzt fühlt sich der 28-Jährige "mental stark genug", um bei Hannover 96 voranzugehen.

Anzeige
Anzeige

Er war so mies wie (fast) alle anderen und will jetzt doch vorangehen: 96-Verteidiger Matthias Ostrzolek ist Abstiegskampfexperte, ging nach dem schmeichelhaften 0:3 gegen Hoffenheim hart mit der Teamleistung ins Gericht. Doch er habe auch schon Schlimmeres erlebt. Und: „Ich bin überzeugt davon, dass wir die Klasse halten können.“

"Da hat keiner mehr einen Cent auf uns gesetzt"

Mit Augsburg lag er einst zur Winterpause neun Punkte hinter dem Rettungsplatz – und hielt die Klasse. Mit Hamburg „waren wir schon fünf oder sechs Spieltage vorm Ende tot. Da hat keiner mehr einen Cent auf uns gesetzt.“ Doch der HSV hielt die Klasse. Jetzt ist Ostrzolek mit Hannover wieder unten drin – und will das Rettungs-Triple. „Ich habe es selbst erlebt, dass man aus Situationen, die eigentlich aussichtslos sind, rauskommt. Das gibt mir Hoffnung.“

Mehr zu Hannover 96

Doch dafür muss sich schnell was ändern bei 96. „Wir müssen die Grundtugenden auf den Platz legen – Zweikampf, laufen, rennen, beißen und alles raushauen, was man im Körper hat“, fordert Ostrzolek. „Aber gegen Hoffenheim hat man es nicht gesehen. Da waren wir nicht stark genug, haben uns nicht mit 1000 Prozent gewehrt, uns vielleicht auch ein bisschen ergeben.“

Ostrzolek will der Mannschaft "nicht nur auf dem Platz helfen"

Auch Ostrzolek hatte sich ergeben auf der linken Abwehrseite. Trotzdem will er jetzt vorangehen, schließlich kennt er sich im Keller aus. „Natürlich will ich die anderen mitreißen und werde das auch versuchen“, betont der 28-Jährige. Auch mit Gesprächen. „Ich will der Mannschaft nicht nur auf dem Platz helfen, sondern auch außerhalb. Ich bin jetzt in einem Alter und ein Spieler, der viel erlebt hat, und auch schon länger in der 1. Liga spielt. Ich habe die Situation erlebt, fühle mich mental stark genug.“

Der Linksverteidiger war einer der ersten Neuzugänge bei Hannover 96 nach der Rückkehr in die Bundesliga.

Nicht gefackelt: Nur zwei Tage nach dem Aufstieg wurde der Transfer von Matthias Ostrzolek vom Hamburger SV zu Hannover 96 öffentlich (Mai 2017). Bei den Roten unterschrieb Ostrzolek einen Vertrag bis 2020. Zur Galerie
Nicht gefackelt: Nur zwei Tage nach dem Aufstieg wurde der Transfer von Matthias Ostrzolek vom Hamburger SV zu Hannover 96 öffentlich (Mai 2017). Bei den Roten unterschrieb Ostrzolek einen Vertrag bis 2020. ©
Anzeige

"Wenn man sich nicht wehrt, dann wird das auch nichts"

Ostrzoleks (treffende) Einschätzung: „Es ist eine Fitnesssache, eine Einstellungssache und eine mentale Sache. Da spielen viele Faktoren eine Rolle, die die Leistung beeinflussen und auch hemmen.“ Ostrzoleks (frommer) Wunsch: „Wir müssen uns als Team ganz anders präsentieren. Wir müssen schleunigst alles in die Waagschale reinwerfen.“ Sonst läuft es so wie gegen Hoffenheim. „Wenn man sich nicht wehrt, dann wird das auch nichts“, sagt Ostrzolek. Doch „es sind noch genügend Spiele zu spielen. Aber es ist nur machbar, wenn man mit allen Spielern daran glaubt und dafür auch alles gibt. Das müssen wir umsetzen.“ Ganz egal, wer vorangeht.

Die Stimmen zur Niederlage von Hannover 96 bei der TSG Hoffenheim:

Thomas Doll: Ich hatte wirklich gedacht, dass wir schon einen kleinen Schritt weiter sind nach dem Spiel gegen Nürnberg. Ein blutleerer Auftritt, wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen. Da erwarte ich ein bisschen mehr Mut. Wir sind wie das Kaninchen vor der Schlange durch die Gegend gelaufen. Wir sollten schleunigst ein anderes Gesicht zeigen, sollten jetzt schon ein bisschen die Kurve kriegen. Das einzig Positive an diesem blöden Spieltag ist, dass alle anderen auch verloren haben. Zur Galerie
Thomas Doll: "Ich hatte wirklich gedacht, dass wir schon einen kleinen Schritt weiter sind nach dem Spiel gegen Nürnberg. Ein blutleerer Auftritt, wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen. Da erwarte ich ein bisschen mehr Mut. Wir sind wie das Kaninchen vor der Schlange durch die Gegend gelaufen. Wir sollten schleunigst ein anderes Gesicht zeigen, sollten jetzt schon ein bisschen die Kurve kriegen. Das einzig Positive an diesem blöden Spieltag ist, dass alle anderen auch verloren haben." ©

ANZEIGE: #GABFAF-Hoodie für 20 Euro! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Hannover
Sport aus aller Welt