01. August 2021 / 09:58 Uhr

"Können viel Spaß haben": RB Leipzig geht gerüstet in die Saison

"Können viel Spaß haben": RB Leipzig geht gerüstet in die Saison

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jesse MArsch
RB-Trainer Jesse Marsch geht mit einem guten Gefühl in die neue Saison. © dpa
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RB Leipzig hat das Trainingslager in Österreich beendet und sieht dem Pokal-Spiel in Sandhausen optimistisch entgegen. Noch hat der neue Trainer Marsch aber kein eingespieltes Team zusammen. Seine Spielidee ist jedoch schon sichtbar.

Saalfelden. RB Leipzig hat die physischen Grundlagen für eine anstrengende neue Fußball-Saison gelegt und scheint für den Start gegen den SV Sandhausen gerüstet. Zum Abschluss des einwöchigen Trainingslagers im österreichischen Saalfelden gab es am Samstag in zwei Testspielen einen 1:0-Sieg gegen Al-Hilal aus Saudi-Arabien sowie ein 1:1-Unentschieden gegen Ajax Amsterdam. Während gegen Al-Hilal die erst seit einer Woche im Training befindlichen EM-Fahrer um Marcel Sabitzer, Andre Silva, oder Torschützen Emil Forsberg einen Leistungsnachweis unter Wettkampfbedingungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit ablieferten, mussten die anderen zeigen, wie sehr sie die Spielphilosophie von Jesse Marsch bereits verinnerlicht haben.

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Mehr auf "RB-DNA" setzen

Schlussmann Peter Gulacsi, Willi Orban, Neuzugang Mohamed Simakan, Christopher Nkunku und Alexander Sörloth holten gegen den niederländischen Meister Dank einer starken zweiten Halbzeit und dem Nkunku-Treffer noch das Unentschieden. RB-Coach Marsch zog anschließend ein überwiegend positives Fazit. "Wir haben sehr gut gegen den Ball gearbeitet", sagte der US-Amerikaner, der wegen der Überlegenheit nach dem Wechsel auch der Meinung war, sein Team hätte "mehr verdient", als das Remis. "Man darf aber nicht vergessen: Ajax ist ein super Team, gerade gegen den Ball. Das war ein super Test für uns!"

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RB Leipzig und Ajax Amsterdam trennen sich im österreichischen Grödig mit 1:1-Unentschieden. Torschützen waren Dusko Tadic auf niederländischer und Christopher Nkunku auf deutscher Seite. Zur Galerie
RB Leipzig und Ajax Amsterdam trennen sich im österreichischen Grödig mit 1:1-Unentschieden. Torschützen waren Dusko Tadic auf niederländischer und Christopher Nkunku auf deutscher Seite. ©

Seit einem Monat steht der 47-Jährige an der Spitze des Leipziger Kaders. Nach drei Wochen Training in Leipzig, einem Testspiel-1:0 gegen Alkmaar (Niederlande) und einem 1:2 gegen Montpellier (Frankreich) arbeitete Marsch in der vergangenen Woche mit der Mannschaft in Saalfelden, wo er unter anderen die EM-Spieler ins Training integrierte und an seiner Spielidee feilte.

Wie diese aussehen wird, ist die spannendste Frage rund um den Champions-League-Teilnehmer, der die vergangenen zwei Jahre unter Julian Nagelsmann eine Abkehr vom alten RB-Fußball mit Gegenpressing und schnellem Konterspiel hin zu mehr Ballbesitz erlebt hatte. Marsch will nun wieder mehr auf die "RB-DNA" setzen, Elemente seines Vorgängers aber keineswegs beiseitelassen. "Die Basis muss klar sein und die ist in Leipzig unser RB-Fußball. Dann setzen wir oben drauf, was hier die vergangenen zwei Jahre gut geklappt hat", sagte Marsch.

Arbeit braucht Zeit

Diese Herangehensweise bestätigte auch sein Landsmann Tyler Adams, der im Anschluss an die letzte Trainingseinheit meinte: "Ich denke, beide Ansätze werden wir dieses Jahr miteinander kombinieren." Adams und Marsch kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei Red Bull New York. Der Mittelfeldspieler weiß deshalb sehr gut, wie sein Trainer tickt und bestätigte den Eindruck, dass Marsch nicht nur Spielidee und Strategien im Fokus hat, sondern vor allem den Zusammenhalt der Mannschaft. "Man spürt, dass ihm diese Themen sehr wichtig sind", sagte Adams. Marsch hatte zuvor erklärt, dass er vor allem in der Entwicklung eines starken Teamgeistes viel Entwicklungspotenzial sieht. "Ich möchte erreichen, dass das Team das Gefühl hat, dass das, was es tut, es in erster Linie für sich als Gemeinschaft tut."

In einer Woche wird sich zeigen, ob diese Arbeit bereits Früchte trägt. Dann muss der Erstligist zum aktuellen Zweitligaschlusslicht nach Sandhausen (15.30 Uhr/Sky). In den Wochen darauf warten zum Bundesliga-Start Mainz, Stuttgart, Wolfsburg und den FC Bayern mit Ex-Trainer Nagelsmann auf die Leipziger.


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Marsch weiß, dass seine Arbeit mit der neuen Mannschaft Zeit braucht. Er glaubt aber, dass für eine erfolgreiche Saison alle Voraussetzungen vorhanden sind. "Ich finde, wir haben den vielleicht qualitativ breitesten Kader der Liga", sagte er. "Wenn es uns gelingt, dieses Potenzial zu entfalten, dann können wir zusammen viel Spaß haben."

dpa