30. November 2020 / 14:49 Uhr

Konstanz führt zur Tabellenführung für Chemie Premnitz II

Konstanz führt zur Tabellenführung für Chemie Premnitz II

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
MännerII
Die 2. Männermannschaft des TSV Chemie Premnitz führt die Tabelle der 1. Fußball-Kreisklasse A derzeit an. © Christoph Laak
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1. Kreisklasse A Havelland: Die 2. Männermannschaft des TSV Chemie strebt den Aufstieg in die Kreisliga an - Zusammenarbeit mit Landesliga-Team läuft Hand in Hand.

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Sieben Jahre hatte es gedauert: Exakt 2604 Tage lagen zwischen dem letzten Spiel des TSV Chemie Premnitz II (1:3 gegen Rot-Weiß Netzen) nach der Abmeldung aus dem Punktspielbetrieb des Fußball-Kreisverbandes im Jahr 2011 und dem Neustart im Juli 2018 (1:0-Erfolg bei Grün-Weiß Bergzow). Und die Chemiker legten ein richtig erfolgreiches Comeback hin. Gleich im ersten Jahr wurde der Aufstieg von der 2. in die 1. Kreisklasse geschafft und auch in der Saison 2019/20, die im Frühjahr abgebrochen wurde, waren die Chemiker zumindest im Aufstiegskampf dabei.

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Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. In der aktuell unterbrochenen Spielzeit führt der TSV Chemie die Tabelle der 1. Kreisklasse souverän an, hat sieben der bisher acht absolvierten Spiele für sich entschieden. „Wir haben mehr Konstanz in unsere Leistungen gebracht und auch mal dreckig die Punkte geholt. Die Punktausbeute ist schon sehr zufriedenstellend“, ist Spielertrainer Sebastian Nehring, der am Wiederaufbau des Teams maßgeblich beteiligt war, stolz auf die bisherigen Ergebnisse seiner Truppe.

Mehr Fußball aus dem Havelland

Vor allem Spieler aus dem eigenen Nachwuchs konnten für die Mannschaft gewonnen werden und wurden durch die Routiniers wie Sebastian Kaiser, Kevin Franke, Oliver März und Robert Rades ergänzt. Ein erfahrenes Korsett steht Spielertrainer Nehring also zur Verfügung. „Ich denke, dass wir eine gute Mischung in der Mannschaft haben“, verrät der Premnitzer Spielertrainer.

Schon in der Vorbereitung hatte sich in diesem Jahr angedeutet, dass der TSV Chemie II eine bedeutende Rolle in der Kreisklasse spielen kann. Die Chemiker testeten ausnahmslos gegen Kreisligisten und konnten dort mit Siegen gegen die Mannschaften aus Rhinow, Hohennauen oder Nennhausen aufhorchen lassen. „Wir hatten gute Ergebnisse und mir war klar, dass wir ganz oben in der Liga mitspielen könnten. Das hat sich ja zum Glück auch so bewahrheitet“, freut sich Sebastian Nehring über die positive Entwicklung seiner Mannschaft.

Unerklärliche Niederlage trübt das Bild

Dabei hatte seine Mannschaft auch einen bösen Aussetzer, setzte es bei der SG Bornim II eine herbe 2:7-Niederlage. „Diese Pleite ist mir immer noch unerklärlich und ärgert mich enorm. Insgesamt sind wir aber im Soll“, verrät der 31-jährige Spielertrainer, der oft auch selbst im Mittelfeld die Fäden zieht.

Für den weiteren Verlauf der Saison haben die Chemiker ein ganz klares Ziel vor Augen – den Aufstieg in die Kreisliga. „Dort spielen einige Mannschaften aus unserer Region, das wäre sehr reizvoll. Was anderes kann nicht unser Ziel sein“, zeigt sich Sebastian Nehring angriffslustig, denkt aber auch daran, dass andere Teams dem Spitzenreiter dicht auf den Fersen sind.

Chemie Premnitz II schlägt den SV Hohennauen mit 5:3

In einer offensiv geprägten Partie setzten sich die Hausherren (in Grün) verdient durch. Zur Galerie
In einer offensiv geprägten Partie setzten sich die Hausherren (in Grün) verdient durch. © Christoph Laak

„Viktoria Potsdam war bisher der spielerisch beste Gegner und auch Groß Glienicke ist unangenehm zu spielen. Aber wir haben gegen beide schon auswärts gespielt und gewonnen. Die Heimspiele in der Rückrunde könnten unser großer Vorteil sein“, schätzt der Premnitzer Übungsleiter ein. Einen weiteren Vorteil sieht er für sich und sein Team in der engen Verzahnung zwischen seiner Truppe und der Landesliga-Mannschaft von Trainer Peter Oberschmidt. Immer dienstags wird gemeinsam trainiert. „Da konnten meine Jungs richtig viel mitnehmen. Wir sind dadurch physisch und fußballerisch noch einmal deutlich besser geworden.“

Und nicht nur im Training arbeiten beide Männermannschaften Hand in Hand. Auch der personelle Austausch an den Wochenenden funktioniert reibungslos. „Immer am Donnerstag setzen wir uns zusammen und besprechen die Lage. Dann entscheiden wir uns, wer in welcher Mannschaft zum Einsatz kommt“, so Nehring. Der Konstanz hat der stete Austausch bisher aber keinen Abbruch getan.