01. September 2020 / 18:06 Uhr

Kontaktsport-Altersgrenze in Brandenburg fällt: "Die Abschaffung war überfällig"

Kontaktsport-Altersgrenze in Brandenburg fällt: "Die Abschaffung war überfällig"

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Andreas Gerlach, Vorstandsvorsitzender der Geschäftsführung des Landessportbunds Brandenburg (LSB).
Der LSB-Vorstandsvorsitzende Andreas Gerlach begrüßt die Lockerungen für den Hallensport. © Peter Geisler
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Sportler in Brandenburg begrüßen die Aufhebung der Altersbeschränkung von 27 Jahren.

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Die Brandenburger Landesregierung hat am Dienstag Erleichterungen für den Hallensport beschlossen. So fällt ab dem 5. September, wenn die neue Corona-Verordnung in Kraft tritt, im Kontaktsport die Altersgrenze von 27 Jahren, sodass auch wieder ältere Sportler in der Halle trainieren und spielen können. „Ich bin froh, dass das wieder möglich ist“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). In Mannschaftssportarten wie Handball, Volleyball oder Basketball wird die Zahl der gleichzeitig in einer Halle sporttreibenden Personen allerdings auf 30 beschränkt, im Individualsport wie Ringen oder Judo auf fünf.

Ringer loben Entscheidung

„Die Abschaffung der Altersgrenze von 27 Jahren war überfällig“, erklärte Andreas Gerlach, Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes Brandenburg. „aber es liegt nun an den Sportlern, die Regelungen vernünftig umzusetzen, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.“ Dank guter Zusammenarbeit mit anderen Landessportbünden sei es gelungen, für einen einheitlichen, wenn auch teilweise „vernünftigerweise“ nach hinten verschobenen Start in den Punktspielbetrieb im Handball, Fußball oder Volleyball zu sorgen, so Gerlach.

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Brandenburgs Sportler des Jahres seit 1998. ©

Der Ringerverband Brandenburg begrüßte die Entscheidung. „Wir können jetzt unsere Ringerinnen und Ringer optimal auf die Wettkämpfe vorbereiten und in die Regionalligasaison, die bei den Ringern in Brandenburg, Berlin, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt am 10. Oktober beginnen wird, starten“, sagte der Landtagsabgeordnete Danny Eichelbaum (CDU), zugleich auch Präsident des Ringerverbands. „Die beschlossenen Lockerungen im Sport sind ein gutes Zeichen für die Sportfamilie Brandenburgs. Jetzt haben unsere Bürger wieder vielfältige Möglichkeiten, sich noch umfassender sportlich zu betätigen.“

"Die Regel war Quatsch"

Jürgen Rabe, 1. Vizepräsident des Brandenburger Volleyball-Verbandes und Staffelleiter für die Brandenburgligen, sagte: „Die Saison sollte ursprünglich am 12. September beginnen. Wir haben alle September-Termine gecancelt,wollen die Saison am 3. Oktober starten und daher verlängern.“ Auch im Basketball wurde der Saisonstart verschoben. Zur Abschaffung der 27-Jahre-Klausel meinte Rabe: „Diese Regel war Quatsch. Zwei Drittel unserer Mannschaften wären damit nicht spielfähig gewesen.“