11. Mai 2021 / 17:46 Uhr

Wolfsburg-Kooperation mit Ösi-Klub St. Pölten: Profitieren auch die VfL-Frauen davon?

Wolfsburg-Kooperation mit Ösi-Klub St. Pölten: Profitieren auch die VfL-Frauen davon?

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Titelsammler: Profitieren auch die Frauen des VfL Wolfsburg von der Kooperation mit SKN St. Pölten?
Titelsammler: Profitieren auch die Frauen des VfL Wolfsburg von der Kooperation mit SKN St. Pölten? © imago images/regios24
Anzeige

Der VfL Wolfsburg geht bei der Talentförderung neue Wege - möglicherweise profitieren auch die erfolgreichen Frauen des Klubs von der Kooperation mit SKN St. Pölten.

Der VfL strukturiert seinen gesamten Nachwuchs-Bereich um – unterhalb der C-Jugend wird er keine Jugendteams mehr haben. In den jüngeren Jahrgängen wird er künftig mit dem SSV Vorsfelde, dem VfB Fallersleben, dem MTV Gifhorn und BSC Acosta zusammenarbeiten. Die älteren Talente können sich künftig beim österreichischen Kooperationspartner SKN St. Pölten beweisen. Möglicherweise landet auch das eine oder andere Talent aus dem Frauenteam in Niederösterreich.

Anzeige

Während die Männer des SKN in der Bundesliga gegen den Abstieg kämpfen, liegt das Frauenteam mit sieben Punkten Vorsprung in der österreichischen Bundesliga vorn. In den vergangenen Jahren waren die VfL-Frauen im Rahmen ihres Trainingslagers immer mal wieder auf St. Pölten getroffen, das in seiner Historie sechsmal Meister wurde, siebenmal den Pokal gewann und fünfmal an der Champions League teilnahm. Werden auch hier Talente, die beim VfL nicht sofort den Sprung schaffen, in Österreich zwischengeparkt? „Wir werden in den intensiven Austausch gehen und werden versuchen, Synergien zu schaffen“, sagt VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer. Aber final werde diese Entscheidung Ralf Kellermann treffen, der Sportliche Leiter der VfL-Frauen. Schäfer weiter: „Ich glaube aber, auch hier können wir voneinander profitieren.“

Mehr zum VfL Wolfsburg

Voneinander profitieren sollen auch die ganz jungen Talente aus der heimischen Region. Nachwuchsleistungszentrum-Chef Pablo Thiam, Francisco Coppi (Administrativer Leiter), Elk Jörn (Sportentwicklung) und Luca von Ahlen (Sohn von Ex-Bundesliga-Profi Markus van Ahlen, Koordinator) hatten die Gespräche mit dem VfB Fallersleben, dem MTV Gifhorn, dem SSV Vorsfelde und BSC Acosta in Abstimmung mit Schäfer und Manager Jörg Schmadtke geführt. Der Plan ist: Die Talente aus der U10 bis zur U13 sollen weiterhin in ihren Klubs spielen, der VfL wiederum stellt jedem einzelnen Klub Trainer, die mit ihrem Know-how helfen sollen, die Talente noch bessern zu fördern. Schäfer: „Wir werden immer versuchen, die Jungs an uns zu binden, etwa in dem wir Trainingseinheiten bei uns auf dem Gelände machen, damit sie auch das Gefühl haben, dass diese Partnerschaft sehr intensiv gelebt wird.“

Anzeige

Kommen noch mehr Partnerklubs dazu? „Ich schließe das nicht aus, aber im ersten Schritt ist das nicht angedacht“, so Schäfer. „Wichtiger ist es jetzt erst mal, das, was wir uns vorgenommen haben, mit Leben zu füllen.“