20. November 2021 / 10:37 Uhr

Kopf-an-Kopf-Rennen um die Finalteilnahme: Wunstorf in Bavenstedt unter Zugzwang

Kopf-an-Kopf-Rennen um die Finalteilnahme: Wunstorf in Bavenstedt unter Zugzwang

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Wird knapp: Asad Dlakic (links) hofft, mit dem 1. FC Wunstorf wieder auf Platz drei zu springen – und in die Aufstiegsrunde zu kommen.
Wird knapp: Asad Dlakic (links) hofft, mit dem 1. FC Wunstorf wieder auf Platz drei zu springen – und in die Aufstiegsrunde zu kommen. © CHRISTIAN HANKE
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In der Landesliga Süd wird es zum Ende der Vorrunde richtig spannend: Fünf Teams kämpfen um die drei Plätze zur Qualifikation für die Aufstiegsrunde. Der 1. FC Wunstorf steht aktuell auf dem undankbaren vierten Rang - und muss am Samstag (14 Uhr) beim SV Bavenstedt dringend punkten.

Es ist eine Art Finale am vorletzten Spieltag – und ein wenig haben sie sich das selbst eingebrockt. Der 1. FC Wunstorf ist in der Landesliga am Samstag (14 Uhr) beim SV Ba­ven­stedt zu Gast.

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Es geht um den dritten Platz in der Staffel Süd, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigt. Ab Rang vier geht es weiter für die, die bloß um den Klassenerhalt kämpfen.

Bilder vom Spiel der Landesliga Süd zwischen dem 1. FC Sarstedt und 1. FC Wunstorf

Sarstedts Jonas Jürgens (links) bekommt den Ball vom Wunstorfer Chadi Abdel-Wahed vom Fuß gespitzelt. Zur Galerie
Sarstedts Jonas Jürgens (links) bekommt den Ball vom Wunstorfer Chadi Abdel-Wahed vom Fuß gespitzelt. ©

Wunstorf muss punkten

Und derzeit belegen die Wunstorfer genau diesen undankbaren Platz vier – eben weil der letzte Spieltag „eine Vollkatastrophe für uns war“, wie FC-Trainer Onur Köse sagt. Seine Mannschaft, und das zeigt das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den ersten vier Teams der Staffel, hätte mit einem Sieg Tabellenführer werden können.

Doch die Wunstorfer verloren beim 1. FC Sarstedt mit 0:5 und büßten damit nicht nur ihr Drei-Punkte-Polster auf Bavenstedt ein, sondern auch ihr gutes Torverhältnis. Der SVB gewann zeitgleich seine Begegnung gegen den VfL Bückeburg mit 3:0 und zog an den punktgleichen Wunstorfern vorbei – weil er eine jetzt um einen Treffer bessere Tordifferenz besitzt.

Personelle Probleme

„Es ist bitter, dass wir unsere personellen Probleme so lange durch die Saison tragen. Bislang kamen wir damit gut klar“, sagt Köse. In Sarstedt gelang dies aber nicht, mit Blick auf die Partie in Bavenstedt wird sich daran nicht viel ändern.

Bestes Beispiel: Mit Asad Dlakic ist ein wichtiger Innenverteidiger zurück im Team. Dafür fällt aller Voraussicht nach sein Nebenmann Karim Jelalli aus, bei dem eine alte Verletzung in der Oberschenkelmuskulatur wieder aufgebrochen ist. „Karim hätte eigentlich länger regenerieren müssen. Weil wir aber keine Leute mehr hatten, musste er früher anfangen“, sagt der FC-Coach.


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Aushilfe aus A-Jugend und zweiter Mannschaft

Unter der Woche zählte Onur Köse nur 13 von 24 Spielern. Der Trainer wird also erneut auf Leute aus der zweiten Mannschaft und der A-Jugend zurückgreifen müssen, um zumindest die Ersatzbank zu füllen. „Wir setzen auf junge Spieler und haben gehofft, dass die Jungs in diesem Alter die enorme Belastung besser wegstecken und weniger verletzungsanfällig sind“, sagt Köse. Doch das Gegenteil scheint der Fall zu sein.

Im Hinspiel verlor der FC auf eigenem Platz mit 1:2 gegen Bavenstedt. „Ich erwarte ein Spiel wie damals auf Augenhöhe. Was anders sein wird, ist die personelle Lage“, sagt Köse mit einem Augenzwinkern. Was ebenfalls anders sein sollte aus Wunstorfer Sicht: das Ergebnis. Denn bei einer Niederlage wären die Wunstorfer vermutlich aus dem Rennen.

Endspiel gegen Pattensen?

Am Wochenende danach, dem letzten Spieltag der Vorrunde, könnte der 1. FC ansonsten erneut ein Finale haben. Dann kommt der Tabellenzweite TSV Pattensen. Ob es ein Endspiel wird, hängt auch davon ab, ob sich der FC dafür in Bavenstedt qualifiziert.