08. Mai 2021 / 18:33 Uhr

"Köpfe schnell wieder hoch kriegen": Stimmen nach RB Leipzigs 2:3 beim BVB

"Köpfe schnell wieder hoch kriegen": Stimmen nach RB Leipzigs 2:3 beim BVB

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
DORTMUND, GERMANY - MAY 08: Amadou Haidara of RB Leipzig is challenged by Raphael Guerreiro of Borussia Dortmund during the Bundesliga match between Borussia Dortmund and RB Leipzig at Signal Iduna Park on May 08, 2021 in Dortmund, Germany. Sporting stadiums around Germany remain under strict restrictions due to the Coronavirus Pandemic as Government social distancing laws prohibit fans inside venues resulting in games being played behind closed doors. (Photo by Martin Meissner - Pool/Getty Images
Rassiger Zweikampf zwischen RB Leipzigs Amadou Haidara und Dortmunds Raphael Guerreiro. Am Ende setzten sich die Westfalen mit 3:2 durch. © 2021 Getty Images
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RB Leipzig verpatzt die Generalprobe für das DFB-Pokal-Finale, unterliegt bei Endspielgegner Borussia Dortmund 2:3 (0:1), offenbart vor allem in der ersten Hälfte deutliche Schwächen. Wir haben nach dem Abpfiff erste Stimmen von Trainern und Spielern gesammelt.

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Dortmund. RB Leipzig in Geberlaune, so lässt sich das Gastspiel der Roten Bullen bei Borussia Dortmund am Samstagnachmittag treffend zusammenfassen. Denn mit ihrer 2:3-Niederlage (0:1) bei den Schwarz-Gelben bescherten die Sachsen diesen wichtige Zähler im Kampf um die Champions-League-Teilnahme und dem FC Bayern München die Meisterschaft, und zwar noch vor der abendlichen Partie des alten und neuen Titelträgers gegen Mönchengladbach. Am schwersten dürfte für die Messestädter aber wiegen, dass sie einmal mehr gegen einen "Großen" nicht bestehen konnten. Für das anstehende DFB-Pokal-Finale gegen den BVB gibt das sehr wenig Anlass zu Optimismus.

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DURCHKLICKEN: Das sagen Spieler und Trainer

Peter Gulacsi (RB Leipzig): „Wir sind leider nicht so gut in die Partie gestartet, waren im letzten Drittel etwas zu passiv und haben nicht so verteidigt, wie wir uns das vorgestellt haben. Nach dem 0:2 kämpfen wir uns wieder ran und erzielen sogar den Ausgleich Danach hatten wir das Momentum gefühlt sogar auf unserer Seite. Die erneute Führung der Dortmunder tat dann natürlich weh. Wir müssen es  abhaken und das Positive mit ins Duell am Donnerstag nehmen.“ Zur Galerie
Peter Gulacsi (RB Leipzig): „Wir sind leider nicht so gut in die Partie gestartet, waren im letzten Drittel etwas zu passiv und haben nicht so verteidigt, wie wir uns das vorgestellt haben. Nach dem 0:2 kämpfen wir uns wieder ran und erzielen sogar den Ausgleich Danach hatten wir das Momentum gefühlt sogar auf unserer Seite. Die erneute Führung der Dortmunder tat dann natürlich weh. Wir müssen es abhaken und das Positive mit ins Duell am Donnerstag nehmen.“ ©

Die erste Chance der Partie gehörte RB. Aber Hee-chan Hwang, der sich zunächst stark gegen Mats Hummels durchsetzte, fand seinen Meister in Marwin Hitz (3.). Das war es dann aber erst einmal mit der Leipziger Herrlichkeit, denn die motiviertere, bissigere, schlicht bessere Mannschaft waren die Gastgeber. Marco Reus setzte in der 7. Minute treffsicher das erste Ausrufezeichen. Peter Gulacsi hatte keine Abwehrchance - 1:0 für den BVB. Die Nagelsmann-Elf brauchte lange, um sich zu berappeln, zeigte offensiv wenig, wirkte zuweilen ideenlos. Erst nach rund einer halben Stunde entwickelte sich eine ausgeglichenere Partie. RB-Chancen blieben aber Mangelware. Eine halbe vergab Marcel Sabitzer kurz vor der Pause.

Zum Wiederbeginn musste BVB-Coach Edin Terzic Keeper Roman Bürki bringen. Hitz hatte sich in Halbzeit eins verletzt, blieb in der Kabine. Nagelsmann änderte zunächst nichts, hatte aber direkt Grund, sich ein weiteres Mal ordentlich zu ärgern. Denn wie in der ersten Hälfte erwischte Dortmund einen Top-Beginn. Jadon Sancho enteilte seinen Gegenspielern, die RB-Abwehr wirkte unorganisiert und schon stand es 2:0 für die Hausherren (51.). Aus dem Spiel heraus ging weiter wenig für die Sachsen, die dennoch spürbar stärker agierten als zuvor. Also musste ein Standard helfen. Emil Forsberg trat eine Ecke auf den Kopf von Lukas Klostermann, schon stand es nur noch 1:2 (63.). Und plötzlich hatte Leipzig Spaß am Spiel, Lust am Fußball. Beweis dafür war das 2:2. Hwang setzte sich auf dem linken Flügel toll durch, passte in die Mitte zu Dani Olmo, schon war der Ball im Netz (77.). Es war der Auftakt für eine wilde Schlussphase, in der dann die Gastgeber den Lucky Punch setzten. Nach einem verlorenen Zweikampf im Mittelfeld und einem schönen Pass in die Mitte, stand Sancho allein vorm RB-Tor und hatte keine Mühe mit dem 3:2 (87.).