13. Juli 2021 / 22:42 Uhr

"Kopfschütteln und Unverständnis": Babbel kritisiert Hoeneß für Attacke an Real-Star Kroos

"Kopfschütteln und Unverständnis": Babbel kritisiert Hoeneß für Attacke an Real-Star Kroos

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Markus Babbel fand die Hoeneß-Kritik an Toni Kroos überzogen.
Markus Babbel fand die Hoeneß-Kritik an Toni Kroos überzogen. © Getty Images/IMAGO/localpic (Montage)
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Für Mittelfeld-Star Toni Kroos gab es nach dem DFB-Ausscheiden im EM-Achtelfinale deutliche Kritik von Uli Hoeneß. Ex-Bundesliga-Trainer Markus Babbel kann die Worte des Ehrenpräsidenten des FC Bayern nicht nachvollziehen – und verurteilt den 69-Jährigen.

Deutlich war die Kritik von Uli Hoeneß, mit der er den von der deutschen Nationalmannschaft zurückgetretenen Toni Kroos nach dem Ausscheiden der DFB-Auswahl im EM-Achtelfinale konfrontierte. Für Ex-Bundesliga-Trainer Markus Babbel war der eingeschlagenen Konfrontationskurs des Bayern-Ehrenpräsidenten unverständlich. "Während ihn die deutschen Fans gebührend verabschiedet haben, wurde er am Sonntag scharf von Uli Hoeneß attackiert. Das hat bei mir für großes Kopfschütteln und Unverständnis gesorgt", erklärte der ehemalige Coach, der in Deutschlands Eliteklasse den VfB Stuttgart, die TSG Hoffenheim und Hertha BSC trainiert hatte, gegenüber Sport1.

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"Hoeneß war jahrelang für die Abteilung Attacke beim FC Bayern zuständig, jetzt scheint ihm am Tegernsee etwas langweilig zu werden", stichelte Babbel weiter in Richtung des 69-Jährigen. Dabei kritisierte er besonders die Art und Weise, wie er mit dem Mittelfeld-Star von Real Madrid umgegangen ist. "Das geht gar nicht und ist ebenso wenig nachvollziehbar", erklärte Babbel weiter und hob die Qualitäten des ehemaligen Bayern-Profis hervor, der beim abgelaufenen Turnier in allen vier Partien der DFB-Elf über die volle Distanz auf dem Platz stand. "Kroos ist einer der besten deutschen Fußballer, ein fantastischer Spieler, der alles gewonnen hat - eine solche Breitseite gegen sich hat er nach seinem DFB-Karriereende nicht verdient."

Hoeneß hatte seine Meinung über die Leistungen von Kroos während der EM im Rahmen des Fußball-Talks "Doppelpass" von Sport1 unverblümt kundgetan. "Toni Kroos hat in diesem Fußball nichts mehr verloren", befand der 69-Jährige und fügte an: "Ich mag den Toni Kroos extrem, er hat Weltklasse-Leistungen gebracht, war für den FC Bayern super. Aber seine Art zu spielen ist total vorbei." Heute spiele man "vertikal" und "volle Pulle nach vorne" - und nicht die vielen Querpässe à la Kroos.

Babbel: Kroos-Retourkutsche auf Twitter "sehr sympathisch"

Der 31-Jährige, der drei Tage nach dem EM-Aus zurückgetreten war, reagierte noch während des Klartext-Auftritts seines früheren Chefs beim FC Bayern via Twitter bissig. "Uli Hoeneß ist ein Mann mit großem Fußballsachverstand (auch wenn es für RTL nicht gereicht hat), wenig Interesse für Polemik und mit sich komplett im Reinen. Ähnlich wie sein Greenkeeper", stichelte Kroos zurück. Für Babbel eine angemessene Reaktion. "Wie er sich über Twitter gewehrt hat, fand ich hingegen sehr sympathisch - eine Retourkutsche, ebenso kreativ, wie es auch sein Spiel schon immer war."