07. Juli 2019 / 08:54 Uhr

"Korruption!": Argentinien-Superstar Messi wittert nach Platzverweis erneut eine Verschwörung

"Korruption!": Argentinien-Superstar Messi wittert nach Platzverweis erneut eine Verschwörung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Argentinien-Star
Lionel Messi (M.) fühlt sich ungerecht behandelt. © Victor R. Caivano
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Im Spiel um Platz drei bei der Copa America hat Argentiniens Superstar Lionel Messi eine zweifelhafte Rote Karte gesehen - das veranlasste den 32-Jährigen erneut dazu, schwere Vorwürfe gegen den südamerikanischen Fußballverband zu erheben. Schon nach dem Halbfinal-Aus gegen Brasilien hatte der Superstar vom FC Barcelona getobt. 

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Es gibt Spieler, die sich bereits beim ersten Rempler fallen gelassen hätten. Doch Lionel Messi ließ die Rangelei mit Gary Medel, der am liebsten auch zum Kopfstoß angesetzt hätte, über sich ergehen, hob lediglich unschuldig die Arme in die Luft. Dann rauschte der paraguayische Schiedsrichter Mario Diaz de Vivar herab, zückte die Rote Karte - nicht nur für Unruhestifter Medel, sondern auch für den verblüfften Messi. Auch die Möglichkeit des Videobeweises änderte nichts an seiner Entscheidung.

Erneut kein Titel für Messi mit Argentinien bei der Copa America

Für den Weltfußballer bedeutete diese 38. Minute im Spiel um Platz drei seiner Argentinier gegen Chile bei der Copa America ein erneut frustrierendes Ende seiner unerfüllten Titelambitionen mit der Nationalmannschaft. Und: Der Vorfall veranlasste ihn dazu, seine zuvor schon geäußerten Vorwürfe gegen den südamerikanischen Verband CONMEBOL nochmals entschieden zu erneuern. Es war bereits das zweite Mal, dass der Superstar vom FC Barcelona seine Bedenken über eine Verschwörung äußerte. "Medel geht bei Zweikämpfen immer an die Grenze. Gelb wäre für beide in Ordnung gewesen, aber gut, vielleicht war ja der Platzverweis gegen mich ja auch von oben gesteuert", meinte der 32-Jährige.

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Lionel Messi hat mit seinem 500. Tor das Clasico gegen Real Madrid entschieden. Der SPORTBUZZER blickt auf die Meilensteine seiner Karriere zurück. Zur Galerie
Lionel Messi hat mit seinem 500. Tor das Clasico gegen Real Madrid entschieden. Der SPORTBUZZER blickt auf die Meilensteine seiner Karriere zurück. ©

Schon nach dem Halbfinal-Aus gegen Brasilien (0:2) hatte Messi einen "Schiri-Skandal" gewittert, nachdem zwei mögliche Elfmeter für die Argentinier nicht geahndet wurden - und auch gar nicht erst per Videobeweis gecheckt wurden. Angeblich soll auch die Kommunikation zum VAR gestört worden sein.

Messi: "Dieser Pokal ist für die Brasilianer bestimmt."

Nach dem erneuten Vorfall verweigerte Messi nun auch, die Bronzemedaille entgegen zu nehmen, "weil ich finde, dass wir nicht Teil dieser Korruption sein sollten. Wir sollten das nicht noch unterstützen, all diese Respektlosigkeiten gegenüber uns", wütete Argentiniens Nummer zehn. Und weiter: „Wir hätten besser sein können, aber sie haben uns nicht ins Finale kommen lassen. Korruption und die Schiedsrichter lassen die Fans nicht den Fußball genießen. Das ruiniert den Fußball“, meinte der aufgebrachte Messi, dem eine etwaige Strafe für seine Aussagen "egal" sei, die Wahrheit müsse auch mal ausgesprochen werden, "denn so kann niemand den Fußball genießen. Ich hoffe, dass Peru im Finale gegen Brasilien nicht auch noch benachteiligt wird, aber ich bezweifle es. Dieser Pokal ist für die Brasilianer bestimmt."

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Der südamerikanische Verband CONMEBOL reagierte mit einem offiziellen Statement, in dem von „inakzeptablen“ und „unbegründeten Anschuldigungen“ die Rede ist. „Im Fußball verliert man und gewinnt man manchmal. Eine der Grundpfeiler des Fairplay ist es, die Ergebnisse und die Schiedsrichterentscheidungen mit Respekt zu akzeptieren“, hieß es in der Erklärung.Schwacher Trost: Das Spiel um Platz drei gewann Argentinien nach Treffern von Sergio Agüero (12.) und Paulo Dyballa (22.) mit 2:1, Arturo Vidal (59.) verkürzte nur noch per Elfmeter.