26. März 2019 / 10:27 Uhr

Übernahme von Polizeikosten beim Fußball: DFL-Boss Rauball schießt nach Kritik zurück

Übernahme von Polizeikosten beim Fußball: DFL-Boss Rauball schießt nach Kritik zurück

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFL-Präsident Reinhard Rauball vertritt die Fußball-Klubs bei der Verhandlung.
DFL-Präsident Reinhard Rauball vertritt die Fußball-Klubs bei der Verhandlung. © dpa/Montage
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Wer kommt dafür auf, wenn bei Hochsicherheitsspielen im Fußball mehr Polizisten benötigt werden als sonst? DFL-Präsident Reinhard Rauball und Bremens Innensenator Ulrich Mäurer sind unterschiedlicher Meinung. Am Dienstag verhandelt das Bundesverwaltungsgericht den Grundsatzfall.

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Vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wird seit Dienstagmorgen die Frage verhandelt, ob Fußballvereine für zusätzliche Polizeikosten bei Hochrisikospielen zahlen müssen. Auslöser der Verhandlung ist ein Gebührenbescheid in Höhe von rund 425.000 Euro, den die Stadt Bremen der Deutschen Fußball Liga geschickt hatte. Dabei geht es um Kosten für den Polizeieinsatz beim Bundesligaspiel zwischen dem SV Werder Bremen und dem Hamburger SV vor fast vier Jahren. 969 Polizeibeamte waren bei dem Hochrisikospiel im Einsatz. Nach derzeitigem Stand soll die Entscheidung des BVerwG am kommenden Freitag verkündet werden.

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Bremens Innensenator Ulrich Mäurer hat erneut heftige Kritik an der Deutschen Fußball Liga geübt. Grund ist die seiner Meinung nach uneinsichtige Haltung der DFL in Fragen der Finanzierung von Hochrisikospielen im deutschen Fußball. "Wir haben eine Profi-Liga, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro gemacht hat. Da kann es nicht sein, dass die Liga alle Einnahmen behält, aber die öffentliche Hand und damit der Steuerzahler alle Kosten trägt", kritisierte der SPD-Politiker im Radiosender NDR Info. Es gehe auch nicht darum, alle Kosten in Rechnung zu stellen.

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DFL-Präsident Reinhard Rauball hat unmittelbar vor dem Beginn der Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht noch einmal an die Aufgaben des Staates erinnert. "Der Fußball ist nicht der Veranlasser von Gewalt, und der Staat ist zuständig für die Wahrnehmung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung", sagte der 72-Jährige vor Medienvertretern.

Das Argument, dass im Profifußball viel Geld verdient wird, lässt Rauball nicht gelten. "Ob jemand arm oder reich ist, kann überhaupt keine Rolle spielen bei der Frage, wer zuständig ist und wer bestimmte Gefahren abzuwehren hat", sagte Rauball.