05. September 2021 / 20:00 Uhr

Kraeft und Klimaczewski treffen: Zehdenicker K.o. in der Verlängerung (mit Galerie)

Kraeft und Klimaczewski treffen: Zehdenicker K.o. in der Verlängerung (mit Galerie)

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Brandenburgligist SV Zehdenick lieferte dem klassenhöheren MSV Neuruppin ein spanneden Pokalduell und musste sich erst in der Verlängerung geschlagen geben.
Neuruppin-Kapitän Kevin Blumenthal (r.) im Zweikampf mit Zehdenicks Enes Cakir. © Christoph Brandhorst
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AOK-Landespokal: Brandenburgligist SV Zehdenick scheitert nach aufopferungsvollem Kampf erst nach 120 Minuten am Oberligisten MSV Neuruppin.

SV Zehdenick – MSV Neuruppin 0:2 n.V. (0:0, 0:0). Tore: 0:1 Kraeft (105.), 0:2 Klimaczewski (118.).

„Wir können stolz auf die Leistung sein“, sagte Ronny Erdmann nach 120 Minuten. Trotz des Ausscheidens seiner Mannschaft aus dem Fußball-Landespokal hatte der Zehdenicker Manager seinen Frieden mit dem lange Zeit couragierten Auftritt der Havelstädter gegen den klassenhöheren Gegner aus der Fontanestadt gemacht. „Nur ein Tor müssen wir machen“, haderte er.

In Bildern: Der MSV Neuruppin siegt beim SV Zehdenick nach Verlängerung.

SV Zehdenick – MSV Neuruppin 0:2 n.V. (0:0, 0:0). Tore: 0:1 Kraeft (105.), 0:2 Klimaczewski (118.). Der SV Zehdenick scheitert in der 2. Runde des Landespokals nach aufopferungsvollem Kampf erst nach 120 Minuten am Oberligisten MSV Neuruppin. Zur Galerie
SV Zehdenick – MSV Neuruppin 0:2 n.V. (0:0, 0:0). Tore: 0:1 Kraeft (105.), 0:2 Klimaczewski (118.). Der SV Zehdenick scheitert in der 2. Runde des Landespokals nach aufopferungsvollem Kampf erst nach 120 Minuten am Oberligisten MSV Neuruppin. © Christoph Brandhorst

Im ersten Durchgang wäre es fast soweit gewesen, doch der Versuch von Enes Cakir wurde geblockt und der aussichtsreiche Nachschuss landete bei MSV-Schlussmann Hannes Pöhl. „Ich denke nicht, dass heute hier ein Klassenunterschied zu sehen war. Das war eine gute Vorstellung von uns“, sagte SVZ-Coach Daniel Runge. Sein Neuruppiner Trainerkollege Henry Bloch sah das ein wenig anders: „Das Weiterkommen ist ganz klar verdient. Natürlich muss man das Spiel schon in den 90 Minuten entscheiden.“ Er sprach von „klarer Spielkontrolle, viel Ballbesitz, guten Angriffspassagen“.

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Die schlugen sich nach dem Seitenwechsel auch in der Chancenverteilung wieder. SVZ-Keeper Dominik Petzsche hatte nach 62 Minuten so seine Mühe mit einem flachen Aufsetzer vom gebürtigen Oranienburger Lukas Kraeft. Drei Minuten danach war die Führung der Gäste eigentlich fällig, doch Maximilan Janke jagte das Leder aus kurzer Distanz über die Querlatte (65.). „Wir haben den Gegner voll im Griff, aber der klassische Stürmer hat heute gefehlt“, erklärte Bloch.

„In den entscheidenden Situationen waren wir ein bisschen ungenau“, monierte dagegen Runge. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte Marcin Krystek den Zehdenicker Treffer auf dem Kopf, doch er setzte zu hoch an.

Auf der anderen Seite musste Petzsche bei einem flachen Freistoßkracher von Kevin Blumenthal den Fuß ausfahren (67.). Janke war nach einem schnell ausgeführten Freistoß mit seinem Fallrückzieher zu ungenau (85.). Es ging in die Verlängerung.


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Da parierte der Zehdenicker Torhüter erst gegen Hajar Ibrahim, dann ließ der eingewechselte Stefan Kerl auf der Gegenseite die Führung liegen. Die besorgte mit der letzten Aktion der ersten Hälfte der Verlängerung Lukas Kraeft, als er einen Konter erfolgreich abschloss. „Ein Fehler fast mit dem Pausenpfiff – das ist dann schwierig“, sagte Daniel Runge. Bei Till Klimaczewskis 2:0 in der 118. Minute waren die Zehdenicker dann nicht mehr auf der Höhe. Am Ende fehlten auch die Kraftreserven für ein Comeback. So gelang kurz vor dem Ende nur noch ein Pfostentreffer.