10. November 2022 / 22:26 Uhr

Kraftakt in Magdeburg: Darmstadt 98 distanziert HSV und ist Zweitliga-Herbstmeister

Kraftakt in Magdeburg: Darmstadt 98 distanziert HSV und ist Zweitliga-Herbstmeister

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Darmstadt 98 ist vorzeitig Herbstmeister in der 2. Bundesliga.
Darmstadt 98 ist vorzeitig Herbstmeister in der 2. Bundesliga. © dpa
Anzeige

Der SV Darmstadt 98 hat dank eines späten Tores die Tabellenführung in der 2. Bundesliga ausgebaut. Die "Lilien" profitierten beim knappen Erfolg am Donnerstagabend auch von einer Roten Karte für Aufsteiger 1. FC Magdeburg, durch welche der Favorit mehr als eine halbe Stunde in Überzahl agierte.

Nur ein gehöriger Kraftakt verhalf dem SV Darmstadt 98 am Donnerstagabend zu einem wertvollen Dreier. Beim 1:0 (0:0) der Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht gegen Aufsteiger 1. FC Magdeburg musste der Spitzenreiter der 2. Bundesliga lange Zittern, ehe Innenverteidiger Patric Pfeiffer den erlösenden Siegtreffer erzielte (78.). Die Magdeburger hatten seit der 54. Minute in Unterzahl auskommen müssen, nachdem ein Handspiel von Cristiano Piccini als Notbremse gewertet worden war. Da der Hamburger SV am Vortag bei Greuther Fürth patzte (0:1), bauten die "Lilien" ihre Tabellenführung aus, haben nun vier Punkte Vorsprung auf den HSV und sind Herbstmeister im deutschen Unterhaus. Magdeburg muss sich als 14. einen Punkt vor der Abstiegszone nach unten orientieren.

Anzeige

Die Darmstädter hatten schon zu Beginn mehr Spielanteile und kamen zur ersten großen Chance des Spiels. Phillip Tietz verpasste nach Zuspiel von Braydon Manu aber die Führung und zielte aus aussichtsreicher Position vorbei (10.). Magdeburg reagierte prompt, doch auch der erste nennenswerte Abschluss des Aufsteigers durch Connor Krempicki fand nicht das gewünschte Ziel (13.). Die Partie blieb auch in der Folge tempo- und abwechslungsreich. Tore blieben jedoch Mangelware – bis Darmstadt-Verteidiger Pfeiffer den Ball im Anschluss an einen Eckstoß erstmals über die Linie drückte. Der Treffer wurde jedoch nicht gewertet, da der Defensivmann sich beim vorangegangenen Zuspiel von Jannik Müller im Abseits befand (33.).

So ging es ohne Tore in den zweiten Durchgang, der mit einem echten Aufreger begann. Nach einem langen Ball aus der Darmstädter Hälfte lieferten sich "Lilien"-Profi Marvin Mehlem und FCM-Verteidiger Cristiano Piccini ein Laufduell. Piccini kam ins Stolpern, fiel und stoppte den Ball links außen am Strafraum mit der Hand. Nach dem Studieren der Videobilder schickte Schiedsrichter Wolfgang Haslberger den Übeltäter mit einer durchaus strittigen Roten Karte vom Feld (54.). In Überzahl zog Darmstadt fortan ein druckvolles und auf Sieg ausgelegtes Offensivspiel auf, blieb jedoch zunächst ohne die benötigte Durchschlagskraft gegen sich tapfer wehrende Gastgeber.

Die Darmstädter, bei denen Torhüter Marcel Schuhen seinen Platz zwischen den Pfosten zur Pause ohne erkennbaren Grund für Alexander Brunst räumen musste, blieben dran, versuchten es etwa durch Matthias Bader per Distanzschuss (69.). Magdeburg-Keeper Dominik Reimann war jedoch zur Stelle. Kurz darauf war der Schlussmann der Hausherren dann aber machtlos. Nach einer weitgezogenen Ecke von Tobias Kempe stieg Pfeiffer am höchsten und nickte den Ball ins lange Eck (78.). Tietz hatte kurz darauf sogar die Chance, zu erhöhen, scheiterte jedoch aus Nahdistanz am stark reagierenden Reimann (79.). Am Sieg der Gäste änderte das aber nichts mehr.

Anzeige: Erlebe die gesamte Bundesliga mit WOW und DAZN zum Vorteilspreis