27. Oktober 2019 / 14:58 Uhr

Krähenwinkel kassiert von Ramlingen höchste Heimniederlage seit drei Jahren

Krähenwinkel kassiert von Ramlingen höchste Heimniederlage seit drei Jahren

Dirk Herrmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Krähenwinkels Lorenzo Abondano Bondo (2.v.l.) setzt sich gegen die Ramlinger Johannes Lübow (links), Maximilian König (hinten) und Dennis Yeboah (rechts) durch.
Krähenwinkels Lorenzo Abondano Bondo (2.v.l.) setzt sich gegen die Ramlinger Johannes Lübow (links), Maximilian König (hinten) und Dennis Yeboah (rechts) durch. © Michael Plümer
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Der SV Ramlingen/Ehlershausen fügt dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide die höchste Heimniederlage der letzten drei Jahre zu und ist vorzeitiger Herbstmeister der Landesliga. TSV-Coach Pascal Preuß fühlte sich nach der Partie "etwas verarscht" vom Schiedsrichter.

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In wenigen Tagen ist Halbzeit in der Landesliga, und nicht immer hat der Hinrundenerste in den vergangenen Jahren auch am Saisonende ganz oben gestanden. 24 Stunden nach dem eigenen 4:0 (1:0)-Sieg beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide konnte der SV Ramlingen/Ehlershausen gestern jedoch entspannt abwarten, was seine Verfolger machen.

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Trainer Philipp Gasde und seine Mannschaft sind nach dem Erfolg am Waldsee nun auch rechnerisch vorzeitig Herbstmeister – mit der Aussicht, den Vorsprung an der Spitze zu Hause gegen den Lokalrivalen Heeßeler SV am Donnerstag (14 Uhr) weiter ausbauen zu können.

Bilder der Landesliga-Partie zwischen dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide und dem SV Ramlingen/Ehlershausen

Krähenwinkels Lorenzo Pombo Abondano (links) setzt zum Torschuss an, Ramlingens Dennis Yeboah kommt zu spät. Zur Galerie
Krähenwinkels Lorenzo Pombo Abondano (links) setzt zum Torschuss an, Ramlingens Dennis Yeboah kommt zu spät. ©

Krähen hadern mit Elfmeter-Entscheidungen

Den Krähen fiel es dagegen schwer, die höchste Heimniederlage seit mehr als drei Jahren nach dem Schlusspfiff einfach abzuhaken, auch wenn es gegen den Spitzenreiter ging. Die beiden Strafstöße, mit denen Mitchell Jordan die Gäste mit 2:0 in Führung schoss, hatten aus Sicht des RSE ihre Berechtigung – während KK beide Male mit der Entscheidung haderte: Bei den Elfmetern in der 33. und 60. Minute ging es um die Frage, ob TSV-Verteidiger Lukas Schorler den Ball mit der Hand berührt hatte, und ob der Ramlinger Marvin Strohschänk durch ein Foulspiel im TSV-Strafraum zu Fall kam.

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"Dann fühle ich mich schon etwas verarscht“

Pascal Preuß hatte diesbezüglich Redebedarf. „Wenn der Schiedsrichterassistent in beiden Szenen etwas anderes sieht, der Schiedsrichter aber bei seiner Meinung bleibt, dann fühle ich mich schon etwas verarscht“, wetterte der KK-Coach. „Damit komme ich nicht so gut klar.“ Auch die Verteilung der Gelben Karten – zwei für den RSE, sieben plus Gelb-Rot (Marlon Pickert, 75.) für die Krähen – sorgte bei ihm für Verdruss. „Wenn man dann noch 0:2 gegen den Tabellenführer hinten liegt, und die Ramlinger können halt Fußball spielen, ist da nichts mehr zu machen“, sagte Preuß, dessen Team nun beim TSV Barsinghausen (Mittwoch, 20 Uhr) versuchen muss, sich wieder von den Abstiegsplätzen zu entfernen.

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Ramlingen legt in der Schlussphase zweimal nach

Für Gasde war seine Elf die abgeklärtere. „Wir haben die Klappe gehalten, die Krähenwinkeler haben zu viel gequatscht“, meinte er. „Wenn man in der Tabelle da steht, wo wir uns befinden, dann wirkt sich das auf die Psyche aus.“ In der Schlussphase legte der RSE noch zweimal nach. Einen auf der Torlinie geklärten Kopfball von Louis Engelbrecht nach einem Eckstoß verwertete Maximilian König (80.) im Nachschuss, Engelbrechts Flanke von der Grundlinie köpfte Bangin Bakir Mahmud (83.) zum 4:0 ein.