29. März 2020 / 06:55 Uhr

Krankenkassenprämien für Schweizer Fussballer

Krankenkassenprämien für Schweizer Fussballer

Tim Petersen
SPORTBUZZER-Nutzer
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Die Krankenkassenprämien sollen weiter steigen.

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Die Prämien unterscheiden sich nicht nur zwischen den Kantonen, sondern auch deutlich innerhalb dieser. Es gibt aber Möglichkeiten mit ein paar Tipps unnötige Kosten zu vermeiden und Fallen zu umgehen.

Laut dem Online-Finanzportal Gidu.ch kann ein Erwachsener, der in der Stadt Zürich mit dem Standard-Krankenkassen-Modell, einer Unfallversicherung und dem niedrigsten Franchise versichert ist, bei einem Wechsel von dem teuersten Standard-Modell zu dem preiswerteren Hausarzt-Modell bis zu 2940 Franken sparen können. In Bern können sich die Ersparnisse sogar bis auf 4470 Franken belaufen.


Krankenkassen Angebote vergleichen

Online gibt es die Möglichkeit auf Portalen die Angebote der Krankenkassen für das eigene Profil zu vergleichen. Selbst bei sehr identischen Leistungen und Modellen weisen die Prämien der Krankenkasse erhebliche Unterschiede auf. Gesetzlich geregelt ist allerdings, dass in der Schweiz die Leistungen der Krankenkassen-Grundversicherungen überall einheitlich sein müssen.

Bei den großen Versicherungsunternehmen unterscheiden sich die Kosten und Prämienspannweiten deutlich geringer, als bei kleineren Versicherungen.
Auch die Kantonen weisen deutlich höhere Kostenunterschiede, als die großen Krankenkassen auf.

Zum Beispiel hat die Assura-Versicherung eine Kundenbasis von fast 905 000 Versicherten. Die Turbenthal-Versicherung, die nur in wenig Zürcher Gemeinden tätig ist, hat dagegen eine Kundenanzahl von nur etwas über 400 Menschen.


Die Kundenzufriedenheit

Die Zufriedenheit der Kunden einer Versicherung sollte nicht außer Acht gelassen werden. Chronisch kranke Menschen und Versicherte mit hohen Ausgaben für Medikamente benötigen einen besonders guten Service. Bei den Erstattungen von Rechnungen gibt es beachtliche Unterschiede.

Gidu.ch rät schwerstkranken Menschen mit speziellen Bedürfnissen nicht zu einer Billig-Krankenkasse zu gehen. Hier der Gidu.ch Krankenkassen Vergleich.


Sparmodelle

Sparmodelle können auch die Kosten für die Krankenversicherung senken. Es gibt drei Modelle: Telmed, Hausarzt und HMO. Bei dem Modell Telmed müssen die Patienten eine Beratungsstelle anrufen, bevor der Arztbesuch überhaupt möglich ist.

Beim Hausarzt-Modell muss der Versicherte einen festen Hausarzt haben. Dieser kann nicht frei gewählt werden, sondern muss sich auf der Liste der Krankenkasse befinden. Der Hausarzt kann dann den Patienten gegebenenfalls zu einem Spezialisten überweisen.

Für das HMO-Modell muss der Patient sich in Gruppenpraxen behandeln lassen. Auch bei diesem Modell zahlt die Krankenkasse nur, wenn der Patient an einen Spezialisten überwiesen wird.

Nach der Meinung von Schneuwly, gibt es inzwischen Kombinationen dieser Modelle im Angebot. Es gibt die Variante das der Patient zuerst eine Apotheke aufsucht oder die Versicherung Sympany bietet die Möglichkeit sich mit einer App per Video medizinisch beraten zu lassen.


Franchise überprüfen

Laut dem Rat von Experten sind aus mathematischen Gründen entweder die höchste Franchise von 2500 Franken oder die niedrigste von 300 Franken zweckmäßig. Der Versicherte muss für die Franchis-Gebühr von 2500 Franken selbst aufkommen. Je höher der gewählte Franchise ist, desto tiefer sind in der Regel die Prämien. Das ist sinnvoll, denn desto mehr der Versicherte selbst bezahlt, desto höher wird der Rabatt von der Krankenkasse.

Der Unterschied der Kosten zwischen einer Franchise von 2500 Franken und 300 Franken im Jahr ist enorm. Allerdings lohnt sich der 300er Franchise erst ab 1900 Franken im Jahr für Gesundheitskosten. Bei geringeren Gesundheitskosten ist die 2500-Franken-Franchise empfehlenswerter.

Bei einem Wechsel zu tieferen Franchisen müssen die Krankenkassen bis zum 30. November schriftlich informiert werden. Bei höheren reicht eine Mitteilung bis zum 31. Dezember.


Doppelte Unfallversicherung

Es ist sehr wichtig darauf zu achten nicht doppelt unfallversichert zu sein. Laut Gidu.ch hat der Arbeitgeber bereits eine Police abgeschlossen, für die Mitarbeiter die acht Stunden pro Woche oder mehr für einen Arbeitgeber fest arbeiten.

Falls eine doppelte Unfallversicherung besteht, muss das unbedingt im Antrag angegeben werden. Ansonsten kann dies zu einer Anzeigepflichtverletzung mit Kürzungen oder Nichtleistung führen.


Prämienverbilligungen

Durch die Prämienverbilligung gibt es die Möglichkeit die finanzielle Belastung für Haushalte mit bescheidenen Verhältnissen zu senken. Die Krankenkassenprämien errechnen sich unabhängig von Einkommen und Vermögen. Der Wohnort und das Alter des Versicherten sind entscheidend.

Es muss ein Antrag gestellt werden, der genehmigt werden muss. In den meisten Kantonen gibt es diese Verbilligungen vor allem für Familien, Studenten, Alleinerziehende und Rentner.


Rabatte durch die Vorauszahlung von Prämienrechnungen

Die meisten Krankenversicherten wissen überhaupt nicht, dass diese Option überhaupt besteht.  Es ist möglich die Beiträge ab 2020 sogar für drei Jahre im Voraus zu bezahlen. Wenn die Krankenkasse damit einverstanden ist, kann somit eine Menge an Geld gespart werden.


Kündigungsfristen beachten

Bei einem Wechsel oder einer Anpassung der Grundversicherung müssen die Fristen eingehalten werden. Eine Kündigung muss bei der Krankenkasse bis zum 30. November schriftlich eingereicht werden.

Die Kündigung sollte nach Empfehlung des Bundesamt für Gesundheit (BAG) bis zum 15. November schriftlich eingereicht oder per A-Post-Plus verschickt werden. Die BAG stellt für Kündigungen und Anmeldungen Musterbriefe zur Verfügung. Zudem sollte gleichzeitig eine Anmeldung bei einer anderen Krankenkasse erfolgen.